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Schutzgarantie II – Die Politik der Behauptung

23 Sep

politikeng abgeschottete IDF-Basis in Westbank…).
> > Zudem wird das Existenzrecht Israels nicht einmal
> > mehr von Arafat in Frage gestellt.
>
> Das traurige ist, dass das nicht stimmt.
> Jedenfalls dann nicht, wenn er arabisch spricht.
> (Auf englisch muss er ja die Taube geben.)
> Seine Anhänger verstehen ihn sicher sehr
> genau, wenn er sagt, dass der Weg
> nach Ramle (Stadt im israelischen Kernland)
> über Ramallah führt.
> Und wenn er ein nicht-symbolisches, sondern
> physisches Rückkehrrecht einfordert, ist das
> mit einer Anerkennung eines Existenzrechts
> auch nicht vereinbar.
>
Wie soll Arafat sich innenpolitisch denn als Taube halten koennen? Er
war zumindest Zeitzeuge als 1948 Palaestinenser nach dem Prinzip
einer Landnahme der Voelkerwanderung dreikantig inklusive
“Kollateralschaeden” aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Dennoch hat
er das Existenzrecht Israels anerkannt, obwohl die Palaestinenser an
juedischer Not und Holocaust keine Schuld traf. Gleichzeitig ist es
voellig normal, dass auf dem verbliebenen Land vom “Feind” gesiedelt
wird, der hunderttausende Olivenbaeume abhackt (selbstverstaendlich
ohne Entschaedigung) und muehsam auch entwurzelt damit sie nicht
nachwachsen, dass israelische Industrie und Militaer Chemieabfaelle
ohne Grundwasserschutz deponieren (Brunnenvergiftung in der
Wueste…), und und und.
Selbst wenn also “nichts Grosses” passiert, demonstriert die
israelische Seite eindeutig Hass und Barbarei und vernichtet
Existenzen.
Du willst mir doch nicht erzaehlen, dass Sharon an Arafats Stelle
Frieden predigen und auch die zweite Backe hinhalten wuerde. Was
erwartet Israel eigentlich? Dass Arafat sich Sharon zu gefallen auf
einen Buergerkrieg mit der Hamas einlaesst und als Verraeter
angesehen wuerde, um dann auch nur eventuell einen Flickenteppich von
wasserlosen Bantustans zu erhalten?
Sharon will offensichtlich einen Quisling auf palaestinensischer
Seite haben, der der israelischen Armee hilft, die Palsestinenser in
Bantustanghettos zu sperren. Im israelischen Militaer wird die
Beherrschung von Ghettos schon diskutiert, unter namentlicher
Bezugnahme auf das Warschauer Ghetto, auch mit dem Taetowieren wird
ja schon begonnen.
Wuerdest Du Dich an seiner Stelle dafuer hergeben? Was haben denn
Juden gemacht, als sie im Ghetto sassen?
Wozu irgendwelche Forderungen aufgeben, wenn kein vernuenftiger
Frieden ausser Ghettoleben in Sicht ist und man so oder so auf die
Fresse bekommt?
Israel ist in der Bringeschuld, nicht die Palaestinenser, die werden
nur noch wahnsinnig vor Wut und Verzweiflung. Und im Bodycount hat
Israel wieder tuechtig vorgelegt fuer eine neue Runde…
nyx
PS: Wenn ich mir die Reaktionen und Auswirkungen auf Europa anschaue,
so schwant mir, ganz Israel laesst sich fuer noch was viel groesseres
missbrauchen!

 
 

Re: Do bin I ! – Special: Politik (Archiv)

21 Sep

> Hi elberadler,
>
> der “Rolltreppen-Schumi” wollte doch lediglich eine Definition oder ?
Tja, leider kann ich die ihm nicht liefern, da ich aus den erklärten
Gründen einfach bestreite, daß es Antisemitismus im Wortsinne
überhaupt gibt. Und um gegen alle semitischsprachigen Völker zu sein,
muß man schon heftig einen an der Waffel haben. “Judenfeindlichkeit”
läßt sich so jedenfalls nicht definieren.
> Leider kann er sie jetzt noch nicht einmal lesen, da ich mich mit
> Walrus und jkr im ehrenwerten Kreis der von Elmer Fudd gefilterten
> befinde.
Na, vielleicht dauerts bei mir auch nicht mehr so lange. Was ich ja
doof finde ist, daß man nicht erfährt, WER einen gefiltert hat. Bei
mir sinds seit den Tagen des unvergessenen “Holländers” unverändert
3. Zudem ist dieses Plonken im Grunde eine Niederlage des Plonkers
selbst, weil er sich entweder argumentativ “geschlagen” geben mußte
(was dem Sinn eines Diskussonsforums widerspricht) und damit nicht
klarkommt, oder weil er sich virtuell abreagieren will. Gäbe es
dagegen echte Gründe, einen Poster zu ignorieren, kann man das als
entsprechend willensstarker Mensch auch ohne —–.
> Dann musst du ihm eben “antoworten” ;-)
Soll ich Penko deine Antowort kopieren? ;-)
> btw: Ist “Antowort” nicht ein Hersteller russischer Hubschrauber und
> Flugzeuge ? Was hat der denn mit (Anti-) Semitismus im weitesten
> Sinne am Hut ? :o )
Na, die Russen sind doch per se nicht weniger antisemitisch als
Deutsche, oder? Zumindest hatten die Juden auch unter Stalin zu
leiden.
Ob allerdings “Antowort” Hubschrapsler bastelt….?
Hießen die nicht “Andropow”? ;-)
E

 
 

Wehrmacht und SS – Die Politik der Behauptung

19 Sep

politikchon vor irgendwelchen Partisanenakten durchgeführt, nämlich auch
> schon mit massenhaften Erschiessungen von Kriegsgefangenen in den
> ersten Kriegsmonaten.
Die vorrückende Wehrmacht hatte leider in ihrem Schlepptau die
Säuberungstrupps der SS mit deren ideologischem Vernichtungskrieg,
der vom Rassenwahn durchtrieben war.
Hier wurden dann auch Leute einfach so ermordet, auch wenn sie keine
Bedrohung darstellten, einfach für das was sie sind.
Die Wehrmachtsausstellung zeigt nun Bilder von Hinrichtungen durch
Soldaten in Wehrmachtsuniform und stellt diese anderen Bildern von
Hinrichtungen durch SS-Angehörigen gegenüber. Die Suggestion ist nun,
dass beides gleichermassen Unrecht sei. Ich will hier den moralischen
Standpunkt gegenüber Hinrichtungen allgemein aussen vor lassen. In
unserer heutigen Zeit gehen selbst bei einem Massenmörder wie McVay
(oder so ähmlich) zehntausende gegen seine Exekution protestieren.
Wir sind schnell dabei, Geschehnisse von damals aus unserer heutigen
vermeintlich erhabenen Sichtweise undifferenziert in einen Topf zu
werfen, indem wir uns weigern, die Situationen, die allgemein
akzeptierten und üblichen Denkgewohnheiten und die von der Umwelt
beeinflussten Beweggründe in unserem Urteil einzukalkulieren. Wir
können uns das unter anderem auch leisten, weil solche Probleme in
unserer heutigen Zeit fremd sind und wir unter keinem akuten
Entscheidungsdruck aufgrund existentieller Bedrohungen stehen -
zumindest bilden wir uns das ein. Unsere Menschenrechtsmoral ist
irgendwo schon ein Luxus.
Was ich hier anspielen will ist, dass die Wehrmacht wahrscheinlich
andere Beweggründe für solche Exekutionen gehabt hat als etwa die SS
und dass aus damaligem Rechtsverständnis man daran keinen Anstoss
genommen hätte, sondern die Franzosen, Briten oder Amerikaner in
solcher Situation mit den gleichen Konsequenzen gehandelt hätten,
weil das in dem damaligen Kontext kein Unrecht darstellte – im
Gegensatz zu den Taten der SS aus deren anderen Beweggründen an
unschuldigen Menschen.

 
 

Es tut schon weh – Die Politik der Behauptung

17 Sep

> Engine of Aggression hat völlig recht, wenn er darauf hinweist, daß
> die Auseinandersetzung mit dem Terrorismus nicht mit klassischen
> Kriegen zu vergleichen ist. Die Terroristen von El-Kaida, Hamas oder
> Al-Aqsa Brigaden scheren sich einen Dreck um humane Kriegsführung.
> Von der Haager Landkriegsordnung haben sie vermutlich noch nie etwas
> gehört.
Nicht nur die…
> Es ist dringend notwendig, daß wir uns Gedanken darüber machen, wie
> ein so schwer zu treffender Gegner tatsächlich zu besiegen ist. Dabei
> müssen alle bisherigen Methoden und moralischen Grundsätze überprüft
> werden und gegebenenfalls an die neue Situation angepaßt werden.
Na klar- der Zweck heiligt die Mittel. Ich passe gleich mal meine
moralischen Grundsätze deinem faschistoiden Gelaber an…
> Heute mittag gab es im Rahmen der Berichterstattung über den Krieg
> gegen den Terror auf Fox News eine längere Diskussion über den
> Einsatz von Folter zur Gewinnung wichtiger Informationen. Es wurden
> Möglichkeiten beleuchtet, wie die amerikanische Administration mit
> befreundeten Staaten zusammenarbeiten kann, um aus mutmaßlichen
> Terroristen oder Unterstützern von Terror das Maximum an
> Erkenntnissen herauszuholen, ohne dabei gleich gegen US-Gesetze zu
> verstoßen.
Moment- was hat das mit Menschenrechten zu tun? Folter ist neuerdings
legititm?

 
 

Widerlich ! – Die Politik der Behauptung

16 Sep

Eine neue Goebbelsiade aus dem Hause Hammerschmitt.
Hätte uns der werte Überflieger eine Definition des Wortes “Massaker”
geschenkt, wäre sein verbales Sperrfeuer nicht so wirksam gewesen.
Ein Massaker ist ein “Blubad oder Gemetzel”. Nicht mehr und nicht
weniger. In Jenin hat also definitiv ein Massaker stattgefunden,
zumindest wenn man die Sprachdefinition im Deutschen bemüht.
Angesichts der Vorfälle von Jenin, bemüht unser Adorno Mullah in
mittlerweile langweiligster und auch plattester Form seine
Konstruktion von der Auschwitz Relativierung durch die “Deutschen”.
Mal beiseite gelassen, dass diese Argumentation von einer
unglaublichen Selbstgefälligkeit und Arroganz zeugt, ist sie auch
angesichts des Geschehenen eine zynische Verleugnung palestinensichen
Leidens.
Man möge bitteschön beachten: Jenin ist ein Flüchtklingslager und
unterliegt den UNO Konventionen. Der Angriff war so oder so
völkerrechtswidrig. Da der Angriff den Zivilisten nicht genug Zeit
ließ um die Häuser zu verlassen, war er darüberhinaus noch
kriegsrechtwiedrig.
Hammerschmitt kritisiert in seiner Suada die “Medien”, zitiert aber
einen für die BBC hergestellten Artikel(22.04.2002 WDR 22:30UHR) als
seriöse Quelle, in dem ein Hamas Offizier(Hamas sind doch die, die
vom Mossad gegründet wurden um die PAL zu spalten, oder ???) in
dümmlicher Wiese damit prahlt, das seine Kämpfer jederzeit die
israelischen Sperren durchbrechen können.
Dass Hammerschmitt wenig Ahnung hat von Dingen wie “Kesseln”, oder
Techniken diese unwirksam zu machen wissen wir nun(Lieber Autor,
sogar Leningrad wurde gelegentlich von russischem Entsatz erreicht),
dass ihn dies nicht davon abhält, die Angeberei als Quelle zu nutzen
auch.
Die eigentlich menschenverachtende Intention bzw. das tiefsitzende
Trauma des Autors erkennen wir nur, wenn wir einmal nach dem Sinn der
Aktion in Jenin fragen. Diese zentrale Frage, was will Saron/Moffaz
erreichen, wird nicht gestellt. Statt desssen wird ein
völkerrechtswidriges Massaker zur “Kriegshandlung” verklärt, die
Zivilisten seien als Kollateralschaden natürlich zu bedauern und wir
sollen warten, bis “unabhängige” Quellen zur Verfügung stehen. Wie
bitte ? Muß die IDF nicht das Kriegsrecht achten, demzufolge sie also
unabhängige Beobachter(Rotes Kreuz) einlassen muß ?
Selbstverständlich ist die Aussperrung der Beobachter und der Presse
ein eindeutiges Indiz für die Verschleierung von Verbrechen. Jeder
Amtrichter würde einer Horde Skinheads nach dem Eindringen in ein
Asylbewerberheim ähnliches unterstellen, hätten sie vorab die Kameras
zerschlagen und das Personal vertrieben.
In Hammerschmitts billiger Agitation sehen wir die Fratze des
“Antideutschen”. Jener tiefpsychotischen Sekte, die im messianischem
Auftrag sich gegen das “deutsche Wesen” stemmt, das ja schon immer
ein Meister des Todes war. Da palestinensische Terroristen kein Geld
haben um bei dt. Mittelständlern Gaswaschanlagen und Kassam II Up
grades zu kaufen, muß halt die angeblich antisemitsche Presse und die
judenfeinliche Öffentlichkeit herhalten.
Diese ganze “antideutsche” Hirnflatulenz kann man nur verstehen, wenn
man den “Geist” seiner Protagonisten(jungleworld/bahamas)individuell
psychologisch analysiert. Hier finden sich bei allen Grundmuster
wieder, auf deren Nennung ich aus Gründen des Anstandes verzichte.

 
 

Wasser – Die Politik der Behauptung

15 Sep

politik gab es vor längerer Zeit mal eine Doku im ZDF. Damals wurden
> verschiedene Gebiete untersucht (zb staut die Türkei auch Wasser
> an, welches dann im Irak fehlt).
> Fakt ist jedenfalls: die grünen israelichen Siedlungen und die
> Vielzahl
> an landwirtschaftlichen Produkten sind nur deswegen möglich, weil
> die Palästinenser gleichzeitig auf dem Trockenen sitzen. So hat zb
> Israel über die langen Jahre der Besatzung nichts getan, um die
> Wasserleitungen in den besetzten Gebieten zu warten. Ergebnis:
> das wenige Wasser, welches für die Palästinenser übrig bleibt
> versickert zu großen Teilen in maroden Leitungen. Konsequenz:
> es ist üblich, daß die Leute für ein Schweinegeld das Wasser
> mit Tankwagen anfahren lassen und in eigenen Zysternen speichern
> müssen. Hast Du mal Luftbilder von israelischen Siedlungen gesehen?
> Grüne Oasen (Trutzburgen?) umgeben von verdorrtem Land.
>
> Das kommt nicht von ungefähr …
Soweit ich weiß, gab es all diesen grünen Reichtum und die
Wasserquellen nicht vor dem Staat Israel. Bevor Israel gegründet
wurde, war das Land ein ödes Gebiet.
Die Israelis haben ihre grünen Inseln in harter Arbeit der Wüste
abgerungen. Wenn die Israeliten dafür gearbeitet haben, dann ist es
ihr gutes Recht das zu geniessen.
Ich würde mich jedenfalls nicht besonders freuen, wenn die Polen
plötzlich verlangen würden, daß wir ihnen Wasserleitungen bauen
sollen, weil die von ihnen gebauten Wasserleitungen nicht
funktionieren.
*2Cents*

 
 

Re: Wasser – Die Politik der Behauptung

14 Sep

info/frau-ypsilanti-macht-sich-mal-wieder-lacherlich/”>politikeinigen Monaten hörte ich einen Beitrag im Radio, ich meine DF,
> in dem ein im Moment überhaupt nicht diskutierter Aspekt beleuchtet
> wurde: Wasser.
Dazu gab es vor längerer Zeit mal eine Doku im ZDF. Damals wurden
verschiedene Gebiete untersucht (zb staut die Türkei auch Wasser
an, welches dann im Irak fehlt).
Fakt ist jedenfalls: die grünen israelichen Siedlungen und die
Vielzahl
an landwirtschaftlichen Produkten sind nur deswegen möglich, weil
die Palästinenser gleichzeitig auf dem Trockenen sitzen. So hat zb
Israel über die langen Jahre der Besatzung nichts getan, um die
Wasserleitungen in den besetzten Gebieten zu warten. Ergebnis:
das wenige Wasser, welches für die Palästinenser übrig bleibt
versickert zu großen Teilen in maroden Leitungen. Konsequenz:
es ist üblich, daß die Leute für ein Schweinegeld das Wasser
mit Tankwagen anfahren lassen und in eigenen Zysternen speichern
müssen. Hast Du mal Luftbilder von israelischen Siedlungen gesehen?
Grüne Oasen (Trutzburgen?) umgeben von verdorrtem Land.
Das kommt nicht von ungefähr …

 
 

Re: Nun ja…. – Special: Politik (Archiv 5)

13 Sep

> Wenn sie sich mit VWL beschäftigt haetten wuessten Sie tatsächlich
> das viele Zusammenhänge in den Grundlagen simplifiziert sind.
> Aber, und das ist der Punkt, im Laufe der Wissensgewinnung wird die
> Materie immer komplexer.
> Ähnlich wie bei Marx geht man aus Gründen der Vereinfachung in
> “leichter” VWL davon aus, dass tatsächlich NICHTS gespart werden
> kann.
> Diese Simplifizierung wird tatsächlich mit zunehmender Dauer und
> fortschreitendem Wissen immer geringer.
> Allerdings ist die VWL da nicht wesentlich anders als die Physik.
>
> Rest später,,,
Da ich deine Interpratation von VWL im Sinne einer “erweiterten BWL”
nur zu gut kenne, bin ich gar nicht so erpicht darauf, diesen “Rest”
zu lesen. Wenn ich deine Vokabeln auch so gut auswendig könnte,
könnte ich ihn vermutlich selber verfassen…

 
 

Re: Die FDP – Special: Politik (Archiv)

11 Sep

die-gruene-jugend-elmshorn/”>politiko,
>
> > > Tja, somit sind die Grünen die derzeit einziger wählbare liberale
> > > Partei in Deutschland.
> >
> > Die Grünen und liberal? Da darf ich doch mal ganz laut lachen!
>
> Aber hallo.
> Nur die Grünen sind wirklich liberal.
> Die Freiheit des Einzelnen ist Ziel der Liberalität.
> Nicht zu Verwechseln mit der Freiheit der Besserverdienenden.
Die Grünen haben nichts mit “liberal” zu tun, darüber brauchen wir
nicht zu diskutieren. Die sind eine linke Ideoligie-Partei der linken
Hemisphäre, und Ideologie verträgt sich nicht mit liberalem
Gedankengut. Außerdem paßt es auch nicht sonderlich in das Bild des
Liberalismus, seine Gedanken mit Pflastersteinen zu verbreiten.
>
> Für strenge und umfassende Gesetze zu sein, und gleichzeitig
> Liberalität auszurufen, ist hahnebüchender Unfug.
>
Mir scheint, du verwechselst da etwas.
Welcher Liberale tut denn das, wenn ich fragen darf? Wäre zwar nicht
ganz falsch, denn die Freiheit des einen hört da auf, wo sich der
andere (stärkere) die Freiheit nimmt. Das ist auch ein Grund, warum
Deutschland wesentlich liberaler ist als zum Bleistift die USA,
obwohl es dort weniger Gesetze und Vorschriften gibt. Aber dort kann
sich der stärkere oder reichere einfach das nehmen was er will, und
der schwächere muß zusehen!

 
 

Re: Die FDP – Special: Politik (Archiv)

10 Sep

politik> Erst sind sie gegen Wettbewerb im Gesundheitswesen und nun wieder
> dafür:
> Wettbewerb für Apotheker ist also schlecht, Wettberwerb unter den
> Krankenversicherern ist gut.
Na logisch.
Immer das, was die Klientel ist.
Selbständige Apotheker als Wähler gibt es viele, AGs und GmbHs
koennen nicht wählen.
Was glaubst du wohl warum die sich alle um den Mittelstand bemühen,
und nicht um die AGs?
> Deshalb wollen sie nun die Bürgerversicherung bekämpfen in der
> Hoffnung, der Markt würde es schon regeln. Nun sind die Regeln des
> Marktes gut und sorgen (in gesunden Märkten) für Innovation,
> Fortschritt und Arbeit.
Ja, vom Prinzip her schon.
> Jedoch handeln Märkte nicht nach dem Solidaritätsprinzip, weil es zu
> den Regeln des Marktes (Bspw. Wettbewerb, Verdrängung,
> Shareholder-Value) in großen Teilen widerspricht.
Exakt.
> Solidarität ist jedoch das _elementare_ Prinzip auf welchem die
> Finanzierung von Rente und Sozialleistungen(wie Krankheit, Notlage
> etc.) basiert.
Ja.
> Deshalb ist es ein Irrglaube zu meinen, die Regeln des
> freien Marktes für eine _flächendeckende_ Rente/KV nutzen zu können.
> Deshalb halte ich den Standpunkt der FDP zur Bürgerversicherung für
> kompletten Unsinn. Sie betreiben hier schöde Lobbyarbeit und kommen
> der von der FDP oft beschworenen Verantwortung für Dtl. nicht nach.
Jein.
Der Theorie nach sieht es so aus, dass auch ohne Solidaritätsprinzip
alle etwas vom System haben, da der Wettbewerbsdruck auch für sozial
Schwächere Vorteile hat.
Das ist natürlich graue Theorie, und in Wirklichkeit werden die
besonders Schwachen die Einbußen hinnehmen muessen.
Die Frage hier ist, in welchem Umfang dies geschieht.
Eine grosse PKV, die vielleicht später 10 Millionen Mitglieder hat,
würde natürlich im freien Markt nicht einfach den Standardsatz an
Ärzte und Pharmaverbände bezahlen, sondern sich eben im Gegensatz zu
den heutigen GKVs viel stärker die eigenen Vorteile durch die
Kundenmasse ins Gewicht bringen.
Deshalb will ja gerade von den diversen Ärzteverbänden und
Pharmaverbänden niemand ernsthaft ein freies System, in dem die
Krankenkassen ihre Konditionen aushandeln koennen…
Sie wollen einen Mischmasch.
Ein Privates System, das eine künstliche staatlich festgelegte
Preisschwelle hat.
Mit Wettbewerb hat das noch lange nichts zu tun…
> Tja, somit sind die Grünen die derzeit einziger wählbare liberale
> Partei in Deutschland.
ack.