Indien ist nicht billiger – IBM verlagert Stellen nach Indien
Billiger ist es nicht wirklich, denn 1×70.000 € für dt. Ing. ==
3,5×20.000 € für indische Kleingruppe, aber Qualität passt nicht.
Gründe dafür sind: extrem hohe Fluktuation (in 2002 ca. 40%) und
enig akkumuliertes Knowhow.
Kann ich nur bestättigen. Ein guter indischer Softwareentwickler
versucht nach Amerika oder Europa auszuwandern, da er dort deutlich
mehr verdienen kann. Und selbst unter den Indern, die den Weg dorthin
geschafft haben sind ziemliche Nieten dabei.
Um als Deutscher in Indien einreisen zu dürfen, wird ein Visum für die
Einreise nach Indien benötigt.
China ist ein anderes Thema: Die Chinesen sind
unglaublich motiviert
und zumeist besser ausgebildet als die Inder. Ausserdem von dort von
Staats wegen massiv gepusht.
Die Motivation der Chinesen ist aber auch ihr Problem. Mit 30 Jahren
muß ein Chinese mindestens Projektleiter sein, sonst taugt er nichts
(chin. Redensart). Außerdem gibt es wenig Chinesen mit soliden
Englischkentnissen, was den Kundenkontakt erschwert. Die Fluktuation
in China sollte auch nicht unterschätzt werden. Das größte Problem
für westliche Firmen dürfte jedoch sein, daß man sich in China nur
über Venture-Unternehmen niederlassen kann. Die chinesische
Staatsregierung nutzt diesen Knowhow Transfer um eigene Unternehmen
als Konkurenz aufzubauen.