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Archive for September, 2008

Soso – Die Politik der Behauptung

30 Sep

> Die Israelis haben ihre grünen Inseln in harter Arbeit der Wüste
> abgerungen. Wenn die Israeliten dafür gearbeitet haben, dann ist es
> ihr gutes Recht das zu geniessen.
Ich behaupte nicht, daß die Israelis nicht hart gearbeitet haben.
Ich sage nur: das Wasser, mit dem bewässert wird (das teilweise
regelrecht VERSCHWENDET wird) kommt zu einem großen Teil aus
Palästinenser-Gebieten. Wenn es fair zuginge, müßten die Israelis
mit sehr viel weniger Wasser auskommen.
Auf der einen Seite werden Wassermelonen gezüchtet und ein paar
Kilometer weiter müssen die Leute jeden Tropfen herankarren
lassen!
> Ich würde mich jedenfalls nicht besonders freuen, wenn die Polen
> plötzlich verlangen würden, daß wir ihnen Wasserleitungen bauen
> sollen, weil die von ihnen gebauten Wasserleitungen nicht
> funktionieren.
Sorry – aber das ist Schwachsinn. Wenn Deutschland 40 Jahre lang
besetzt hätte und sich (wie Israel in Palästina) niemals um die
Infrastruktur des besetzten Gebietes gekümmert hätte – dann hätte
Polen natürlich das moralische Recht, von uns die Instandsetzung
dieser Leitungen zu verlangen.
Israel hat sich zum Herren in Palästina gemacht – ohne den Pflichten
nachzukommen, die diese Rolle eigentlich mit sich bringt.

 
 

Verehrter Nyx – Die Politik der Behauptung

30 Sep

Verehrter Nyx,
> Bildet vielleicht der Monotheismus einen Zusmmenhang mit der
> Anmassung sich als das auserwaehlte Volk
zum Thema Anmassung und auserwähltes Volk habe ich bereits
Uhhu geantwortet, bitte informieren Sie sich dort.
> oder Land, und den eigenen Geist als absoluten
> Maszstab fuer die ganze Welt zu definieren?
Und wo tut das Judentum dieses?
Mal abgesehen davon: Macht das unsere Westliche Zivilisation
(die übrigens vom Judentum wesentlich beeinflusst ist) auch?
Werfen wir ihr deshalb vor, die Gültigkeit der Menschenrechte
auch für China einzuklagen?
> Ist der Grundgedanke, dass eine Idee oder Religion fuer die ganze
> Welt bindend zu sein hat verhaengnisvoll, da die Intoleranz auf dem
> Fusse folgt?
Das dürfte im israelisch/palästinensischen Konflikt keine Rolle
spielen, schliesslich glauben alle drei an denselben G’tt.
Der Konflikt ist im Kern territorial, nicht religiös.
> Entrechtung und Landnahme gab es auch schon vor den drei grossen
> Religionen des heiligen Landes, sie wurden aber nie so ueberhoeht
> begruendet.
Die Mehrheit der Israelis ist, wie die Mehrheit der Deutschen
sekular. Die Besetzung der Gebiet wurde militärisch begründet,
um sich besser gegen Angriffe aus dem Osten zu schützen.
Mit freundlichen Grüßen
Molodyez

 
 

Wasser – Die Politik der Behauptung

30 Sep

href=”http://www.wahlkampfblog.ch/?p=422″>politiker
>

> Neben ideologischen Fragen wie dem Streit um Jerusalem gibt es eine
> ganz pragmatische Frage, in der sich bislang keine Einigung zwischen
> Israel und den Palästinensern abzeichnet: Wasser – der kostbarste
> Rohstoff in der Region. Die Palästinenser fordern volle Hoheit über
> die natürlichen Wasser-Reservoirs unter dem Westjordanland. Während
> die israelischen Besatzer derzeit jährlich rund 450 Millionen
> Kubikmeter aus den Lagerstätten des Westjordanlandes abpumpen,
> bleiben den Palästinensern gerade einmal 150 Millionen Kubikmeter des
> eigenen Wassers übrig.
>
> aus :
> http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,111838,00.html#wasser
>
> Gruss
> K.D.
Wenn man dieses Argument mal herumdreht (was nicht rechtfertigen
soll, daß die Palästinenser hier evtl. benachteiligt sind!), dann
kann man das vielleicht auch mal so sehen: Wenn Deutschland kein
eigenes Wasser hätte und von Wasserquellen abhängig wäre, die auf
fremden Gebiet liegen, dann würde Deutschland auch alles tun, um
diese zu erhalten. Wer in einem Wüstenland gelebt hat, weiß welchen
Wert Wasser darstellt.
Was die Palästinenser da fordern hört sich für mich so an: Wenn sie
es bekommen, könnten sie Israel jederzeit austrocknen. Das wäre eine
viel größere Gefahr als die paar Raketen, die sie momentan abfeuern
könnten.
*2Cents*

 
 

Verehrter Nyx – Die Politik der Behauptung

27 Sep

in-galicien/”>politiker Nyx,
> > > oder Land, und den eigenen Geist als absoluten
> > > Maszstab fuer die ganze Welt zu definieren?
> >
> > Und wo tut das Judentum dieses?
> >
> In der Gestalt des israelischen Staates
> (von dem sich das Judentum offenbar dominieren laesst)
So kann ich den Satz nicht interpretieren.
Meinten Sie stattdessen: der sich vom Judentum
offenbar dominieren läßt?
Das Judentum läßt sich ganz sicher nicht vom israelischen
Staat dominieren, es ist über 1800 Jahre ganz ohne
jüdischen Staat ausgekommen.
> tut es das in der Nichtanerkennung
> moslemischer Kultur.
Und wo genau wird vom israelischen Staat die moslemische
Kultur nicht anerkannt?
Es gibt eine Million (überwiegend muslimischer) Araber
mit israelischen Pässen im israelischen Kernland (Grenze
vom 1. Juni 1967). Denen gefällt es da anscheinend
immerhin so gut, dass sie
das Leben in der jüdischen Mehrheit offenbar einem
Leben in einem arabisch/muslimisch dominierten Staat
vorzuziehen scheinen, trotz der gesellschaftlichen
Benachteiligung.
> Ist es eine Idee Menschen nicht weh zu tun?
Diese Idee stammt übrigens aus dem Judentum:
- die menschliche Würde ist g-ttlichen Ursprungs (Gen 1-2)
- “Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst” (Lev 19, 18).
Kriege haben es leider so an sich, dass man sich dabei
gegenseitig weh tut. Wenn es halbwegs zivilisiert abläuft,
bemüht man sich darum, gegnerische Zivilisten
nicht zu schaden kommen zu lassen.
Man kann geteilter Meinung sein, wer welchen Anteil
an der Eskalation der Situation zu verantworten hat.
Aber so zu tun, als würde die Ideologie von
Hisbollah, Al-Aqsa, Hamas und Dschihad die Idee, dass man
“Menschen nicht weh tun” solle, verteidigen würden,
ist schon ziemlich dreist.
> An denselben G’tt glauben alle schon, aber das macht die Sache
> womoeglich umso schlimmer, man sehe sich einmal den Streit um den
> Tempelberg an.
In der Tat, das ist sehr schwierig.
Aber solange es nicht so war, das Muslime nach dem
Freitagsgebet Steine auf die unten am Freitag abend an
der Klagemauer betenden Juden geworfen haben, hat
es eigentlich ziemlich gut funktioniert mit der Teilung.
Zur Erklärung: Davor war es Juden seit der Vertreibung
durch die Römer verboten, das Areal an der Klagemauer
zu betreten, insbesondere auch unter arabischer und
ottomanischer Herrschaft, und ganz besonders unter
jordanischer Verwaltung.
>
In der Ueberzeugung, die eigene Variante des Glaubens
> sei die Ueberlegene,
Das glauben weder relevante muslimische
noch jüdische Führer.
> spricht man sich gegenseitig die kulturellen
> Wurzeln und Faehigkeiten ab und zerstoert antike Funde.
Mir ist nicht bekannt, dass der Staat Israel muslimische
Funde zerstört hätte. Ihnen vielleicht?
Hingegen gibt es deutliche Hinweise darauf,
das die PA aufgefundene Reste der beiden biblischen Tempel
bereits zerstört hat.
Es gibt ja auch offizielle PA-Verlautbarungen, in denen
gesagt wurde, die jüdische Behauptung, der Tempelberg
habe mal ein jüdisches Heiligtum beherbergt, sei
zionistische Propaganda.
(Besonders tragisch ist ja, dass der Tempelberg
*nur* deshalb eine wichtige Rolle in Islam
und Christentum bekommen hat, weil dort das
zentrale jüdische Heiligtum stand.)
Und was mit dem Josefsgrab in Nablus passiert ist,
nachdem die Israelis abgezogen sind, ist sicher noch
in präziser Erinnerung.
Lange Rede kurzer Sinn: In diesem Fall trifft die
Kritik nur eine Seite.
> > > Entrechtung und Landnahme gab es auch schon vor den drei grossen
> > > Religionen des heiligen Landes, sie wurden aber nie so ueberhoeht
> > > begruendet.
> >
> > Die Mehrheit der Israelis ist, wie die Mehrheit der Deutschen
> > sekular. Die Besetzung der Gebiet wurde militärisch begründet,
> > um sich besser gegen Angriffe aus dem Osten zu schützen.
> >
> Israelis sind wie Deutsche meistens zwar saekular, doch sind unsere
> Kulturen seit dutzenden oder hunderten von Generationen durch eine
> dieser Religionen gepraegt. Selbst ein Atheist hat diese Kultur
> zumindest teilweise mit der Muttermilch eingesogen wie die Werbung.
Mag sein, aber bitte konkret: An welcher Stelle ist das
Verhalten des israelischen Staates von jüdischen Ideen geprägt?
> Die erneuerte (massive) militaerische Besetzung ist aber Folge der
> israelischen _Landnahme durch Siedlungen_ (zudem geographisch
> beherrschend angelegt), die wie in jeder Voelkerwanderung ueblich,
> natuerlich Widerstand provoziert haben.
Die Besetzung hatte eigentlich militärische Gründe.
An seiner schmalsten Stelle ist der Kernstaat nur 18 km (!) breit.
> Der israelische Anspruch auf
> dieses Territorium basiert aber auf antiken und religioesen Quellen.
Nicht zuletzt auf Geschichte und auf einem Fehler im Teilungsplan.
Denn historisch war eher die heutige Westbank das Kernsiedlungs-
gebiet der Israeliten.
> Das Land Israel zwischen Mittelmeer un Jordan.
> Ein ultimativen militaerischen Schutz zB. Tel Avivs gegen einen evtl.
> kuenftigen prosperierenden starken Palaestinenserstaat koennte durch
> geeignete Massnahmen erzielt werden;
Das Gebiet wurde ursprünglich besetzt, um sich
gegen Angriffe aus dem Irak und dem Iran besser
verteidigen zu können.
Wäre Israel 1967 nicht angegriffen worden, hätte
es kaum eine Gelegenheit gehabt, diese Gebiete
zu besetzen.
> wir haben weiss Gott nicht mehr 1967
> (Sicherheitsgarantien UNO, USA,
Super. Polen hatte auch 1939 Sicherheitsgarantien von
England und Frankreich. Hat es was genutzt?
Die USA verteidigen ja nicht mal ihre eigene
Sicherheit mit eigenen Soldaten (siehe Kampf
gegen Al-Qaida in Ost-Afghanistan).
Sich darauf zu verlassen, dass sie die eines
fremden leicht einnehmbaren Staates dann
verteidigen würden, ist gelinde gesagt,
etwas wagemutig.
Und was UNO-Schutz wert ist, haben kürzlich die
Bosnier in u.a. Srebrenica am eigenen Leibe
erfahren dürfen.
> streng abgeschottete IDF-Basis in Westbank…).
> Zudem wird das Existenzrecht Israels nicht einmal
> mehr von Arafat in Frage gestellt.
Das traurige ist, dass das nicht stimmt.
Jedenfalls dann nicht, wenn er arabisch spricht.
(Auf englisch muss er ja die Taube geben.)
Seine Anhänger verstehen ihn sicher sehr
genau, wenn er sagt, dass der Weg
nach Ramle (Stadt im israelischen Kernland)
über Ramallah führt.
Und wenn er ein nicht-symbolisches, sondern
physisches Rückkehrrecht einfordert, ist das
mit einer Anerkennung eines Existenzrechts
auch nicht vereinbar.
Mit freundlichen Grüßen
Molodyez

 
 

Schutzgarantie I – Die Politik der Behauptung

26 Sep

href=”http://news.northcyprus.de/?p=1071″>>politikhrter Nyx,
>
> > > > oder Land, und den eigenen Geist als absoluten
> > > > Maszstab fuer die ganze Welt zu definieren?
> > >
> > > Und wo tut das Judentum dieses?
> > >
> > In der Gestalt des israelischen Staates
> > (von dem sich das Judentum offenbar dominieren laesst)
>
> So kann ich den Satz nicht interpretieren.
> Meinten Sie stattdessen: der sich vom Judentum
> offenbar dominieren läßt?
> Das Judentum läßt sich ganz sicher nicht vom israelischen
> Staat dominieren, es ist über 1800 Jahre ganz ohne
> jüdischen Staat ausgekommen.
>
Wenn juedische Institutionen sich vor Sharons Politik stellen, auch
wenn dieser entsetzliche Taten begangen hat und begehen laesst und
ihn die juedische Moral vergiften laesst, dann sinken diese zu seiner
moralischen Geisel herab.
>
> > tut es das in der Nichtanerkennung
> > moslemischer Kultur.
>
> Und wo genau wird vom israelischen Staat die moslemische
> Kultur nicht anerkannt?
>
In der Darstellung der Geschichte des nahen Ostens wird nur der
juedische Teil gewuerdigt, arabische Kulturbeitraege des Mittelalters
werden verschwiegen, es werden nur Negativbeispiele im Zusammenleben
dargestellt nicht Zeiten in denen man sich tolerierte (das waere ja
auch nicht so spektakulaer).
>
> Es gibt eine Million (überwiegend muslimischer) Araber
> mit israelischen Pässen im israelischen Kernland (Grenze
> vom 1. Juni 1967). Denen gefällt es da anscheinend
> immerhin so gut, dass sie
> das Leben in der jüdischen Mehrheit offenbar einem
> Leben in einem arabisch/muslimisch dominierten Staat
> vorzuziehen scheinen, trotz der gesellschaftlichen
> Benachteiligung.
>
Das ist ja auch ihre Heimat.
>
> > Ist es eine Idee Menschen nicht weh zu tun?
>
> Diese Idee stammt übrigens aus dem Judentum:
> – die menschliche Würde ist g-ttlichen Ursprungs (Gen 1-2)
> – “Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst” (Lev 19, 18).
>
Eigentlich ergibt es sich aus dem Menschsein, Juden moegen dies als
“Idee” zuerst niedergeschrieben haben.
>
> Kriege haben es leider so an sich, dass man sich dabei
> gegenseitig weh tut. Wenn es halbwegs zivilisiert abläuft,
> bemüht man sich darum, gegnerische Zivilisten
> nicht zu schaden kommen zu lassen.
>
> Man kann geteilter Meinung sein, wer welchen Anteil
> an der Eskalation der Situation zu verantworten hat.
> Aber so zu tun, als würde die Ideologie von
> Hisbollah, Al-Aqsa, Hamas und Dschihad die Idee, dass man
> “Menschen nicht weh tun” solle, verteidigen würden,
> ist schon ziemlich dreist.
>
Solche Leute will ich nicht verteidigen, da sie die kulturelle
Vergiftung durch den Staerkeren mittragen und kreativ erweitern.
>
> > An denselben G’tt glauben alle schon, aber das macht die Sache
> > womoeglich umso schlimmer, man sehe sich einmal den Streit um den
> > Tempelberg an.
>
> In der Tat, das ist sehr schwierig.
> Aber solange es nicht so war, das Muslime nach dem
> Freitagsgebet Steine auf die unten am Freitag abend an
> der Klagemauer betenden Juden geworfen haben, hat
> es eigentlich ziemlich gut funktioniert mit der Teilung.
> Zur Erklärung: Davor war es Juden seit der Vertreibung
> durch die Römer verboten, das Areal an der Klagemauer
> zu betreten, insbesondere auch unter arabischer und
> ottomanischer Herrschaft, und ganz besonders unter
> jordanischer Verwaltung.
>
> > In der Ueberzeugung, die eigene Variante des Glaubens
> > sei die Ueberlegene,
>
> Das glauben weder relevante muslimische
> noch jüdische Führer.
>
Es gibt ja nicht nur geistig relevante Fuehrer, sondern auch
bekloppte, die zu heiligen Kriegen gegen Unglaeubige aufrufen.
Auf juedischer Seite ist das Gefuehl der Ueberlegenheit zumindest
hinsichtlich der besetzten Gebiete aufgrund der Auserwaehltheit
gegeben, denn wie kann man sonst mit einer so unverfrorenen
Selbstverstaendlichkeit ueber das von einem anderen Volk bewohnte
Territorium verfuegen.
>
> > spricht man sich gegenseitig die kulturellen
> > Wurzeln und Faehigkeiten ab und zerstoert antike Funde.
>
> Mir ist nicht bekannt, dass der Staat Israel muslimische
> Funde zerstört hätte. Ihnen vielleicht?
> Hingegen gibt es deutliche Hinweise darauf,
> das die PA aufgefundene Reste der beiden biblischen Tempel
> bereits zerstört hat.
> Es gibt ja auch offizielle PA-Verlautbarungen, in denen
> gesagt wurde, die jüdische Behauptung, der Tempelberg
> habe mal ein jüdisches Heiligtum beherbergt, sei
> zionistische Propaganda.
> (Besonders tragisch ist ja, dass der Tempelberg
> *nur* deshalb eine wichtige Rolle in Islam
> und Christentum bekommen hat, weil dort das
> zentrale jüdische Heiligtum stand.)
> Und was mit dem Josefsgrab in Nablus passiert ist,
> nachdem die Israelis abgezogen sind, ist sicher noch
> in präziser Erinnerung.
>
> Lange Rede kurzer Sinn: In diesem Fall trifft die
> Kritik nur eine Seite.
>
Da hast Du recht. Kultur- und Niveaulos sowas.

 
 

Menschsein … – Die Politik der Behauptung

25 Sep

politikese Idee stammt übrigens aus dem Judentum:
> > – die menschliche Würde ist g-ttlichen Ursprungs (Gen 1-2)
> > – “Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst” (Lev 19, 18).
> >
> Eigentlich ergibt es sich aus dem Menschsein, Juden moegen dies als
> “Idee” zuerst niedergeschrieben haben.
Das kommt darauf an, wie Du “Menschsein” definierst. Aus der
darwinistischen
Lehre, daß das Leben sich evolutionär entwickelt hat,
läßt
sich das jedenfalls nicht ableiten. Auch aus dem, was manche
daraus gemacht haben — der Lehre daß der Stärkere überlebt, läßt
sich das überhaupt nicht ableiten.
Die Juden haben diese “Idee” m.E. deshalb niedergeschrieben, weil sie
diese Idee von Gott bekamen (auf _dieser_ “Idee” (nämlich daß Gott
sich offenbart hat) basiert die Bibel und drei Weltreligionen).
Wenn man den Zeithorizont in Betracht zieht, dann kann man diese Idee
für
die damalige Zeit nur als revolutionär ansehen. Selbst Auge um
Auge war revolutionär. Im Durchschnitt der anderen Kulturen galt da
eher Blutrache und “Wenn jemand dir Böses tat, füge ihm noch mehr
Schaden
zu”.
Jesus fügte dieser revulotionären Idee eine weitere göttliche Idee
hinzu: Liebe deine Feinde.
Es ist einfach, heute zu behaupten, daß diese Idee sich “automatisch”
aus dem Menschsein ergibt — mit unserem kulturellen Hintergrund, der
vor allem von diesen Offenbarungen Gottes geprägt wurde. Ich möchte
jedenfalls in keiner Kultur leben, die auf den alten Religionen der
Römer basiert.
*2Cents*
PS: Nein, beweisen kann ich das alles nicht.

 
 

Do bin I ! – Special: Politik (Archiv)

24 Sep

wieder-nationalratswahl/”>politikner, was du da zusammengetragen hast, klingt recht schlüssig.
Ich allerdings bin, was Begriffe und deren Definition angeht, etwas
empfindlich.
Konkret – um zu wissen, was ein Antisemit ist, muß man zunächst
definieren, was ein Semit ist, denn “Anti” ist ja nur die
gegensätzliche Vorsilbe. Und nach übereinstimmender Definition
verschiedener Quellen, die ich hier jetzt nicht namentlich nennen
will (muß?), aber jederzeit zusammentragen könnte, ist ein Semit ein
Angehöriger der semitischen Sprachengruppe. Das Dumme ist jetzt nur,
daß zu diesen semitischen Völkern beileibe nicht nur die Juden
gehören, sondern ebenfalls die Araber (und viele, viele mehr).
Somit KANN ein Araber im Grunde kein Antisemit sein, was Penko aber
zB. für Saddam Hussein definitiv so aussagt.
Die Frage ist also, warum wird Judenfeindlichkeit (tatsächliche oder
nur vorgeworfene) als “Antisemitismus” bezeichnet?
Ist das ein Überbleibsel europäischer Begriffsfindung, als das
einzige semitische Volk mit dem man es in Europa in nennenswerter
Zahl zu tun hatte, die Juden waren, oder ist es eher eine
Brandmarkung von Judenfeindlichkeit, die aber nicht wirkliche
Judenfeindlichkeit sondern eine Instrumentalisierung im Sinne der
Juden
und Israels seit 1945 zum Ziel hat? Die pauschale
Stigmatisierung von Israelkritik oder gar israelfeindlicher
arabischer
Angriffe mit “Antisemitismus” spricht dafür.
Kurz und gut, es ist wieder mal ein Ismus geschaffen worden, der in
der Diskussion vor allem als Totschlagargument gebraucht wird. Es
wäre der Wahrheitsfindung im Einzelfall sicher besser gedient, mit
Begriffen wie Judenfeindlichkeit oder Israelfeindlichkeit zu
operieren, da diese Worte schon aus sich heraus den Sinn

Schutzgarantie II – Die Politik der Behauptung

23 Sep

politikeng abgeschottete IDF-Basis in Westbank…).
> > Zudem wird das Existenzrecht Israels nicht einmal
> > mehr von Arafat in Frage gestellt.
>
> Das traurige ist, dass das nicht stimmt.
> Jedenfalls dann nicht, wenn er arabisch spricht.
> (Auf englisch muss er ja die Taube geben.)
> Seine Anhänger verstehen ihn sicher sehr
> genau, wenn er sagt, dass der Weg
> nach Ramle (Stadt im israelischen Kernland)
> über Ramallah führt.
> Und wenn er ein nicht-symbolisches, sondern
> physisches Rückkehrrecht einfordert, ist das
> mit einer Anerkennung eines Existenzrechts
> auch nicht vereinbar.
>
Wie soll Arafat sich innenpolitisch denn als Taube halten koennen? Er
war zumindest Zeitzeuge als 1948 Palaestinenser nach dem Prinzip
einer Landnahme der Voelkerwanderung dreikantig inklusive
“Kollateralschaeden” aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Dennoch hat
er das Existenzrecht Israels anerkannt, obwohl die Palaestinenser an
juedischer Not und Holocaust keine Schuld traf. Gleichzeitig ist es
voellig normal, dass auf dem verbliebenen Land vom “Feind” gesiedelt
wird, der hunderttausende Olivenbaeume abhackt (selbstverstaendlich
ohne Entschaedigung) und muehsam auch entwurzelt damit sie nicht
nachwachsen, dass israelische Industrie und Militaer Chemieabfaelle
ohne Grundwasserschutz deponieren (Brunnenvergiftung in der
Wueste…), und und und.
Selbst wenn also “nichts Grosses” passiert, demonstriert die
israelische Seite eindeutig Hass und Barbarei und vernichtet
Existenzen.
Du willst mir doch nicht erzaehlen, dass Sharon an Arafats Stelle
Frieden predigen und auch die zweite Backe hinhalten wuerde. Was
erwartet Israel eigentlich? Dass Arafat sich Sharon zu gefallen auf
einen Buergerkrieg mit der Hamas einlaesst und als Verraeter
angesehen wuerde, um dann auch nur eventuell einen Flickenteppich von
wasserlosen Bantustans zu erhalten?
Sharon will offensichtlich einen Quisling auf palaestinensischer
Seite haben, der der israelischen Armee hilft, die Palsestinenser in
Bantustanghettos zu sperren. Im israelischen Militaer wird die
Beherrschung von Ghettos schon diskutiert, unter namentlicher
Bezugnahme auf das Warschauer Ghetto, auch mit dem Taetowieren wird
ja schon begonnen.
Wuerdest Du Dich an seiner Stelle dafuer hergeben? Was haben denn
Juden gemacht, als sie im Ghetto sassen?
Wozu irgendwelche Forderungen aufgeben, wenn kein vernuenftiger
Frieden ausser Ghettoleben in Sicht ist und man so oder so auf die
Fresse bekommt?
Israel ist in der Bringeschuld, nicht die Palaestinenser, die werden
nur noch wahnsinnig vor Wut und Verzweiflung. Und im Bodycount hat
Israel wieder tuechtig vorgelegt fuer eine neue Runde…
nyx
PS: Wenn ich mir die Reaktionen und Auswirkungen auf Europa anschaue,
so schwant mir, ganz Israel laesst sich fuer noch was viel groesseres
missbrauchen!

 
 

Re: Do bin I ! – Special: Politik (Archiv)

21 Sep

> Hi elberadler,
>
> der “Rolltreppen-Schumi” wollte doch lediglich eine Definition oder ?
Tja, leider kann ich die ihm nicht liefern, da ich aus den erklärten
Gründen einfach bestreite, daß es Antisemitismus im Wortsinne
überhaupt gibt. Und um gegen alle semitischsprachigen Völker zu sein,
muß man schon heftig einen an der Waffel haben. “Judenfeindlichkeit”
läßt sich so jedenfalls nicht definieren.
> Leider kann er sie jetzt noch nicht einmal lesen, da ich mich mit
> Walrus und jkr im ehrenwerten Kreis der von Elmer Fudd gefilterten
> befinde.
Na, vielleicht dauerts bei mir auch nicht mehr so lange. Was ich ja
doof finde ist, daß man nicht erfährt, WER einen gefiltert hat. Bei
mir sinds seit den Tagen des unvergessenen “Holländers” unverändert
3. Zudem ist dieses Plonken im Grunde eine Niederlage des Plonkers
selbst, weil er sich entweder argumentativ “geschlagen” geben mußte
(was dem Sinn eines Diskussonsforums widerspricht) und damit nicht
klarkommt, oder weil er sich virtuell abreagieren will. Gäbe es
dagegen echte Gründe, einen Poster zu ignorieren, kann man das als
entsprechend willensstarker Mensch auch ohne —–.
> Dann musst du ihm eben “antoworten” ;-)
Soll ich Penko deine Antowort kopieren? ;-)
> btw: Ist “Antowort” nicht ein Hersteller russischer Hubschrauber und
> Flugzeuge ? Was hat der denn mit (Anti-) Semitismus im weitesten
> Sinne am Hut ? :o )
Na, die Russen sind doch per se nicht weniger antisemitisch als
Deutsche, oder? Zumindest hatten die Juden auch unter Stalin zu
leiden.
Ob allerdings “Antowort” Hubschrapsler bastelt….?
Hießen die nicht “Andropow”? ;-)
E

 
 

Wehrmacht und SS – Die Politik der Behauptung

19 Sep

politikchon vor irgendwelchen Partisanenakten durchgeführt, nämlich auch
> schon mit massenhaften Erschiessungen von Kriegsgefangenen in den
> ersten Kriegsmonaten.
Die vorrückende Wehrmacht hatte leider in ihrem Schlepptau die
Säuberungstrupps der SS mit deren ideologischem Vernichtungskrieg,
der vom Rassenwahn durchtrieben war.
Hier wurden dann auch Leute einfach so ermordet, auch wenn sie keine
Bedrohung darstellten, einfach für das was sie sind.
Die Wehrmachtsausstellung zeigt nun Bilder von Hinrichtungen durch
Soldaten in Wehrmachtsuniform und stellt diese anderen Bildern von
Hinrichtungen durch SS-Angehörigen gegenüber. Die Suggestion ist nun,
dass beides gleichermassen Unrecht sei. Ich will hier den moralischen
Standpunkt gegenüber Hinrichtungen allgemein aussen vor lassen. In
unserer heutigen Zeit gehen selbst bei einem Massenmörder wie McVay
(oder so ähmlich) zehntausende gegen seine Exekution protestieren.
Wir sind schnell dabei, Geschehnisse von damals aus unserer heutigen
vermeintlich erhabenen Sichtweise undifferenziert in einen Topf zu
werfen, indem wir uns weigern, die Situationen, die allgemein
akzeptierten und üblichen Denkgewohnheiten und die von der Umwelt
beeinflussten Beweggründe in unserem Urteil einzukalkulieren. Wir
können uns das unter anderem auch leisten, weil solche Probleme in
unserer heutigen Zeit fremd sind und wir unter keinem akuten
Entscheidungsdruck aufgrund existentieller Bedrohungen stehen -
zumindest bilden wir uns das ein. Unsere Menschenrechtsmoral ist
irgendwo schon ein Luxus.
Was ich hier anspielen will ist, dass die Wehrmacht wahrscheinlich
andere Beweggründe für solche Exekutionen gehabt hat als etwa die SS
und dass aus damaligem Rechtsverständnis man daran keinen Anstoss
genommen hätte, sondern die Franzosen, Briten oder Amerikaner in
solcher Situation mit den gleichen Konsequenzen gehandelt hätten,
weil das in dem damaligen Kontext kein Unrecht darstellte – im
Gegensatz zu den Taten der SS aus deren anderen Beweggründen an
unschuldigen Menschen.