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Archive for July, 2008

Politik – Wie ein schlechter Krimi

08 Jul

politik in den USA noch niemand die Köpfe vom Verteidigungsminister,
> CIA-Chef und vom FBI-Chef gefordert hat. Egal wer wieviel wußte – bei
> den Mengen an Geld, das die USA für ihre Geheimdienste raushauen, ist
> der 11.9. auf jeden Fall ein Skandal.
Es sei denn, man hätte den Anschlag bewusst in Kauf genommen. Ein
paar Tote (dass es so viele werden, konnte ja niemand ahnen) in Kauf
zu nehmen, damit dadurch der ganze Feldzug gegen Terrorismus,
Afghanistan, Irak etc. gestartet werden kann, traue ich der
Bush-Regierung locker zu. Wenn man mal der “Zeit”-Artikel liest,
scheint diese Vermutung ja sehr nahe zu liegen, denn nur weil auf
“Anweisung von oben” die Informationen über die Terroristen nicht
weitergegeben wurden, konnten die Anschläge überhaupt passieren. Und
wenn die CIA-Bosse darüber Bescheid wussten, dann ist es kein grosser
Schritt
mehr zum Präsidenten.
Zumindest für Bush scheint es sich ja gelohnt zu haben, wenn man
seine Popularität ansieht. Und über die Waffenindustrie wird auch ins
Portemonnaie der Bush-Familie genug Geld geflossen sein, um die paar
Toten ganz schnell zu vergessen.
Natürlich ist das alles nur Spekulation, aber so weit hergeholt ist
das sicher nicht.
> In Europa hätte das schon längst Konsequenzen gehabt.
Das glaubst du doch wohl selber nicht…
Und wenn, dann nur in der Form, dass ein paar unbedeutende Politiker
pro forma zum Rücktritt bewegt werden.
Ceterum censeo USA esse delendam.

 
 

Teil3 – Pisa-Politik

05 Jul

index.php/2008/06/27/transformation/”>politikgoing to bell the cat?
Is
the European Union going to declare someday, that it will no
longer accumulate dollars, and that those dollars that come its way,
will be sold for gold, on the spot, the only alternative? They have
not wanted to do that as yet, conscious of the fact that if they do
not accumulate dollars, they will have to restrict drastically their
sales to the U.S. market, and the political cost of unemployment that
such a measure involves, is too heavy for the E.U. to bear.
In any event, a debt collapse is approaching in the U.S., because the
excessive creation of dollars in recent years has been done with an
unbridled creation of debt. Debt on the part of consumers, on the
part of corporations, on the part of the Agencies of the U.S.
Government dealing in mortgages. And let us not omit, on the part of
a Federal Government whose deficit is blossoming in the best Third
World style.
When, not if, debt collapses in the U.S. – through bankruptcy or
inflation, it makes no difference – the ability to import from the
rest of the world will have to diminish. That will tend to
reestablish some parity between imports and exports. China and the
rest of Asia too, and Europe thrown in for good measure, will be
thrown into chaos when their export market collapses.
What we shall probably soon see – Lou Dobbs talking about
Protectionism shows which way the wind is blowing – is a drastic
movement toward Protectionism in the U.S.: tariffs on imports, to
provide some breathing room for local industry. Labor in the U.S. is
becoming restive – alarmed, as well it should be, by the spectre of
imports from Asia. Protectionism will arrive, and soon.
But Protectionism deals with a symptom, not with the fundamental
problem. It will cause many internal stresses within the U.S.
Externally, it will favor the loss of reserve status for the dollar
as world currency. Aspirin is no good for dealing with pneumonia.
However, Protectionism is something that people can understand. Most
people do not understand international monetary problems, nor do
these problems interest most voters.
Hurry! Hurry! Hurry!
With or without a new international monetary order, things are going
to change. They may change in an orderly fashion and with as little
pain as possible, if the change comes about as a result of a new
international conference to deal with the creation of a new
international monetary order. If the change does not come this way,
it will be drastic, disorderly and with no previous warning, like the
tremendous earthquake that hit Mexico City in September of 1985, and
killed – no one knows how many thousands.
The duly accredited monetary “experts” around the world are members
of an very exclusive club and they avoid at all costs, anything that
might endanger their relations within the high circles of finance,
national governments and supra-national organizations: the FED, the
IMF, the BIS and other bureaucratic organizations. In such circles
it’s bad taste to talk about what really has to be done. Perhaps
because what has to be done is so simple:
Gold must once again be the means of international payment. Deficits
in the trade balance must be paid in gold. Credit balances must be
collected in gold.
No other solution will do. Change will come, but it does not appear
likely that the change will be one that is voluntarily agreed to by
world powers. What the world will look like, after the change
arrives, is hard to imagine. It is my guess that the world will not
again resemble the world we have known, for many, many years, if
ever.
How can individuals prepare for such a change? Amid all the changes
we shall witness, we know only one thing: gold and silver will never
cease to be a store of value. Among all preparations, we must keep
that eternal fact in mind.
Source: www.plata.com.mx
11 February 2004

 
 

Bäume – Pisa-Politik

04 Jul

> vielleicht heitert dich dann dieser text etwas auf:
> http://www.geldcrash.de/kurzinfo.htm
Werde ich noch lesen (langsam geht mein Urlaubsheisenachmittag zu
Ende). Mir fällt nur eine Grafik auf, Geldvermögen und Verschuldung
ist in der Relation ja ziemlich gleich geblieben. Wo also ist das
Problem:

http://www.geldcrash.de/bilder/geldverm-schulden.jpg

Das Baumbeispiel:
> > Den Zusammenhang verstehe ich nicht. Warum soll mit Freigeld
> > plötzlich alles umweltverträglich sein?
> Wenn du einen Baum heute fällst, ihn
> verkaufst und das Geld anlegst, vermehrt es sich von allein. Es ist
> deshalb besser, den Baum SOFORT zu fällen, als auf den moment zu
> warten, wo man ihn wirklich braucht
> Mit freigeld ist das genau andersrum: Da du Zinsen von 0%
> kriegst bzw. auf bares bzw. kurzfristige einlagen sogar gebühren
> tragen mußt, ist es sinnvoller, den baum wirklich erst dann zu
> schlagen, wenn er gebraucht wird.
Auch hier triffst Du bei mir wieder auf völliges Nichtverstehen. Wenn
ich eine Baum besitze und diesen schlage und verkaufe, kann ich ihn
auch heute nur dann verkaufen, wenn ich einen Käufer finde, der den
Baum sofort braucht. Sprich: ich schlage nur, wenn ich einen Käufer
habe.
> Umweltinvestitionen lohnen sich heute nur dann, wenn sie
> mindestens einen zins wie auf der bank abwerfen (sonst bringst du die
> kohle lieber auf die bank, als in regenerative energien oder sonstwas
> zu investieren).
Darum jammern die Unternehmen doch so über Umweltgesetze (alles
steuert noch immer nicht der Markt).
> wenn der zins jedoch 0 beträgt, sind alle
> investitionen gleich viel “wert”, man kann also überhaupt erstmal
> anfangen, andere entscheidungsgrundlagen zugrunde zu legen, wie
> umwelt- oder sozialverträglichkeit! bisher bestimmt die vom zins
> erzwungene rendite das einzige entscheidungsmerkmal für
> investitionen!
Auch das verstehe ich nicht. Wenn Umweltinvestitionen was kosten,
sind sie auch mit Freigeld nicht kostenlos. Unabhängig davon, ob die
Kosten mit oder ohne Zins finanziert werden: die Kosten sind da und
werden wohl im Preis ihren Niederschlag finden, und den zahlen wieder
die Kunden (und ich fürchte immer noch, dass auch die Löhne niedriger
sein werden).
Die Frage nach dem Wirtschaftswachstum habe ich mal weggeschnippt:
> Und wenn die Menschen mehr arbeiten wollen, weil sie mehr
> konsumieren wollen – also ihre Wirtschaft ankurbeln – ist dann ihnen
> überlassen.
Ob Wirtschaftskraft und -wachstum noch vom Arbeitseifer Einzelner
abhängt wie in Zeiten, als die Wirtschaft am Boden lag, wage ich zu
bezweifeln. Selbst in armen kommunistischen Gesellschaften war
Stachanov nicht die Lösung des Produktivitätsproblems.
>
> > Aber: wer garantiert mir, dass ich, wenn die Zinsen nicht mehr im
> > Preis sind, nicht 20-40 Prozent weniger in der Lohntüte habe. Wenn
> > dem so wäre, wäre es mir nämlich ziemlich egal.
>
> Zinsen werden auf KapitalBESITZ gezahlt. die kriegst also nicht DU
> als arbeitender, die kriegt der kapitalgeber! die fließen also GERADE
> NICHT in deine lohntüte, sondern an ihr vorbei! im gegenteil: du
> bezahlst sie erst noch aus deiner lohntüte, wenn du einkaufen gehst.
Das ist schon klar, aber auch Löhne sind nicht vom Himmel gefallen,
sondern basieren auf Verträgen, die wiederum ausgehandelt werden
müssen. Daher gehe ich davon aus, dass auch das Lohnniveau sinkt und
die Kaufkraft in etwa gleich bleibt.
> im schnitt besitzt heute jeder deutsche vom kleinkind bis zum rentner
> 45.000 euro geldvermögen. diese geldvermögen sind als kredite in die
> wirtschaft gedrückt. die wirtschaft als ganzes kommt also für die
> zinsen der kredite auf – also wir alle!
Geht das konkreter?
> > Ist doch logisch. Weder Produzenten noch Händler wollen Verlust auf
> > ihre Tätigkeit. Wo also liegt das Problem?
>
> das problem liegt darin, daß die große masse einer kleinen minderheit
> leistungslose einkommen zuschachert, daß wir alle wirtschaftskrisen
> und massenarbeitslosigkeit als naturgegeben hinnehmen
Nein. Die Frage ist, ob es am Zinssystem liegt.
>, obwohl wir
> doch viel reicher (an werten oder freizeit) sein könnten, wenn alle
> arbeitslosen mithelfen dürften, unseren reichtum zu steigern. aber
> das system läßt sie nicht, die wirtschaft versagt!
Auch hier wieder ein Beispiel aus kommunistischen Ländern: die hatten
Vollbeschäftigung, aber ein sehr bescheidenes Lebensniveau. Dass es
Reichtum bringt, wenn alle arbeiten, lässt sich also bezweifeln.
> > dass man für seine Arbeit ordentlich bezahlt wird und
> > der Anteil am wirtschaftlichen Reichtum auch in der Lohntüte
> > repräsentiert wird. Daran hapert es derzeit aber gewaltig.
> eben! ist das nicht schizophren!? wundert dich das nicht? liegt da
> nicht irgendwo ein fehler im system?
Oder es liegt an der Politik. In Österreich z.B. ist in den letzten
30 Jahren die Lohnquote ordentlich gefallen – politische
Entscheidungen.
> sich in der schweiz die klobrillen vergolden
> lassen ;-)
Zumindest nicht auf Staatskosten wie die Familie Ceausescu ;-) )
So, und jetzt muss ich einkaufen gehen.
Grüße
Hubertus

 
 

Schwundgeld – Pisa-Politik

03 Jul

> http://www.dada.at/niemand/discuss/msgReader$438?mode=day
Danke für diesen hochinteressanten Link.
Dennoch habe ich ein paar Bedenken, das Wörgler Experiment zu
verallgemeinern.
1.
Schwundgeld, Geld also, das seinen Wert verliert, ist von Haus aus
inflationär, und da es auch keinen Investitonsgewinn (Zins) geben
kann, wird es rausgeschmissen, was das Zeugs hält (“und wieder einen
Wochenlohn versoffen”).
Wie das Wörgler Beispiel zeigt, war die Entscheidung des
Bürgermeisters für seine Gemeinde die absolut richtige, der
Geldknappheit erweiterte Lebensmittelkarten entgegenzusetzen (ist ja
auch in kommunistischen Ländern gemacht worden). Nur:
2.
Es war ein begrenzter Raum und – was wohl noch mehr zählt – es ging
um das nackte Überleben, um die Versorgung mit dem Allernotwendigsten
für die Menschen. Größere Investitionen konnte sich nur die Gemeinde
mit der Schwundgeldsteuer leisten.
Wie jedoch soll das Gesell’sche Schwundgeld in einer Gesellschaft
funktionieren, in der auch Privatpersonen nicht nur das nackte
Überleben sich leisten möchten, sondern Anschaffungen tätigen, deren
Finanzierung nur über Monate bzw. Jahre möglich ist?
Konkret: wie soll ein Normalbürger sich je ein Auto mit Schwundgeld
anschaffen können? Sparen geht nicht, da der Geldwert verfault
(hochinflationär per definitionem!), und Kredit auf Schwundgeld wird
wohl auch niemand geben. Von Finanzierung von Wohnraum ganz zu
schweigen.
Fazit:
Ich habe ja überhaupt nichts gegen einen guten Tropfen oder gutes
Bier, aber meinen Rest des Monatslohns versaufen oder sonstwie
verbraten zu müssen, weil sonst mein Schwundgeld nichts mehr wert
ist, ist nicht gerade das, was ich mir unter Lebensqualität
vorstelle.
Für ein paar Wirte ist es sicher toll, aber der Zusammenbruch der
Autoindustrie käme dann doch ein bisschen plötzlich. Und wie soll den
das Schwundgeld auffangen?
Fragt sich so
Hubertus

 
 

Erkenntnishindernis – Pisa-Politik

02 Jul

politikmit könntest du Recht haben. Bleibt halt nur die Frage, wer den
> > Schritt unternehmen soll? Haken ist ja wohl, dass es am Ende wieder
> > einmal auf denjenigen lastet, die das meiste zu sagen haben. Und
> > diese jene Gruppe hat (zwangsläufig?) auch das meiste Geld und
> > verdient ganz gut am schizophrenen System… Also wer dreht sich
> > freiwillig den Geldhahn zu?
>
> jup, das ist genau das problem. aber ich seh das so: unser heutiges
> geldsystem ist durch exponentielles wachstum durch zins und
> zinseszins schlicht mathematisch zum scheitern verurteilt. es ist nur
> eine frage der zeit, bis es zerbricht. würde man danach wieder mit
> heutigem geld beginnen dauert es nicht lange und die probleme sind
> erneut da. somit ist die hauptfrage weniger, wer den geldhahn
> zudreht, sondern eher, wer sich den gefahren freiwillig aussetzen
> will – und seinen kindern. es gibt ja mehrere bestrebungen,die inwo
> vertritt wohl eher die einführung “von oben”, also von staats wegen,
> solche leute wie bei http://www.regionetzwerk.org versuchen es von
> unten.
>
> abgesehen davon: kann man die wahrheit aufhalten?
Die Wahrheit wird einfach immer wieder vergessen. Der Zyklus ist ja
meistens auch länger als ein Menschenleben. Die nachgewachsene
Generation hat sich noch gar nicht richtig Gedanken über die
Problematik gemacht, solange sie noch nicht wieder akut geworden ist.
Und wenn es dann so weit ist, ist es für die meisten eine völlig neue
Erfahrung, deren Ursachen sie nicht gleich begreifen – vielleicht
auch später nicht, denn in den Massenmedien wird über so etwas nicht
gesprochen. Auch in der populären Geschichtswahrnehmung stehen eher
die vielfältigen Folgen im Vordergrund als die Ursachen. Der
Blickwinkel, den man einnehmen muß, um die Geldprobleme zu erkennen,
nehmen nur wenige ein, und die gehören meist auch noch zu den
Profiteuren, werden also nichts dagegen unternehmen.

 
 

Re: Zulassungsverfahren… – Special: Politik

02 Jul

politikht gemacht:
“Ein offenkundiges Beispiel von Vorzugsbehandlung kam 1993 bei einer
Zeugenaussage vor einem Parlaments-Untersuchungsausschuss ans Licht.
Es ging um das Zulassungsverfahren für Aspartame von GD Searle
(NutraSweet