Recent Posts

Archives

Topics


« Schwundgeld - Pisa-Politik | Main | Teil3 - Pisa-Politik »

Bäume - Pisa-Politik

By admin | Juli 4, 2008

> vielleicht heitert dich dann dieser text etwas auf:
> http://www.geldcrash.de/kurzinfo.htm
Werde ich noch lesen (langsam geht mein Urlaubsheisenachmittag zu
Ende). Mir fällt nur eine Grafik auf, Geldvermögen und Verschuldung
ist in der Relation ja ziemlich gleich geblieben. Wo also ist das
Problem:
http://www.geldcrash.de/bilder/geldverm-schulden.jpg
Das Baumbeispiel:
> > Den Zusammenhang verstehe ich nicht. Warum soll mit Freigeld
> > plötzlich alles umweltverträglich sein?
> Wenn du einen Baum heute fällst, ihn
> verkaufst und das Geld anlegst, vermehrt es sich von allein. Es ist
> deshalb besser, den Baum SOFORT zu fällen, als auf den moment zu
> warten, wo man ihn wirklich braucht
> Mit freigeld ist das genau andersrum: Da du Zinsen von 0%
> kriegst bzw. auf bares bzw. kurzfristige einlagen sogar gebühren
> tragen mußt, ist es sinnvoller, den baum wirklich erst dann zu
> schlagen, wenn er gebraucht wird.
Auch hier triffst Du bei mir wieder auf völliges Nichtverstehen. Wenn
ich eine Baum besitze und diesen schlage und verkaufe, kann ich ihn
auch heute nur dann verkaufen, wenn ich einen Käufer finde, der den
Baum sofort braucht. Sprich: ich schlage nur, wenn ich einen Käufer
habe.
> Umweltinvestitionen lohnen sich heute nur dann, wenn sie
> mindestens einen zins wie auf der bank abwerfen (sonst bringst du die
> kohle lieber auf die bank, als in regenerative energien oder sonstwas
> zu investieren).
Darum jammern die Unternehmen doch so über Umweltgesetze (alles
steuert noch immer nicht der Markt).
> wenn der zins jedoch 0 beträgt, sind alle
> investitionen gleich viel “wert”, man kann also überhaupt erstmal
> anfangen, andere entscheidungsgrundlagen zugrunde zu legen, wie
> umwelt- oder sozialverträglichkeit! bisher bestimmt die vom zins
> erzwungene rendite das einzige entscheidungsmerkmal für
> investitionen!
Auch das verstehe ich nicht. Wenn Umweltinvestitionen was kosten,
sind sie auch mit Freigeld nicht kostenlos. Unabhängig davon, ob die
Kosten mit oder ohne Zins finanziert werden: die Kosten sind da und
werden wohl im Preis ihren Niederschlag finden, und den zahlen wieder
die Kunden (und ich fürchte immer noch, dass auch die Löhne niedriger
sein werden).
Die Frage nach dem Wirtschaftswachstum habe ich mal weggeschnippt:
> Und wenn die Menschen mehr arbeiten wollen, weil sie mehr
> konsumieren wollen - also ihre Wirtschaft ankurbeln - ist dann ihnen
> überlassen.
Ob Wirtschaftskraft und -wachstum noch vom Arbeitseifer Einzelner
abhängt wie in Zeiten, als die Wirtschaft am Boden lag, wage ich zu
bezweifeln. Selbst in armen kommunistischen Gesellschaften war
Stachanov nicht die Lösung des Produktivitätsproblems.
>
> > Aber: wer garantiert mir, dass ich, wenn die Zinsen nicht mehr im
> > Preis sind, nicht 20-40 Prozent weniger in der Lohntüte habe. Wenn
> > dem so wäre, wäre es mir nämlich ziemlich egal.
>
> Zinsen werden auf KapitalBESITZ gezahlt. die kriegst also nicht DU
> als arbeitender, die kriegt der kapitalgeber! die fließen also GERADE
> NICHT in deine lohntüte, sondern an ihr vorbei! im gegenteil: du
> bezahlst sie erst noch aus deiner lohntüte, wenn du einkaufen gehst.
Das ist schon klar, aber auch Löhne sind nicht vom Himmel gefallen,
sondern basieren auf Verträgen, die wiederum ausgehandelt werden
müssen. Daher gehe ich davon aus, dass auch das Lohnniveau sinkt und
die Kaufkraft in etwa gleich bleibt.
> im schnitt besitzt heute jeder deutsche vom kleinkind bis zum rentner
> 45.000 euro geldvermögen. diese geldvermögen sind als kredite in die
> wirtschaft gedrückt. die wirtschaft als ganzes kommt also für die
> zinsen der kredite auf - also wir alle!
Geht das konkreter?
> > Ist doch logisch. Weder Produzenten noch Händler wollen Verlust auf
> > ihre Tätigkeit. Wo also liegt das Problem?
>
> das problem liegt darin, daß die große masse einer kleinen minderheit
> leistungslose einkommen zuschachert, daß wir alle wirtschaftskrisen
> und massenarbeitslosigkeit als naturgegeben hinnehmen
Nein. Die Frage ist, ob es am Zinssystem liegt.
>, obwohl wir
> doch viel reicher (an werten oder freizeit) sein könnten, wenn alle
> arbeitslosen mithelfen dürften, unseren reichtum zu steigern. aber
> das system läßt sie nicht, die wirtschaft versagt!
Auch hier wieder ein Beispiel aus kommunistischen Ländern: die hatten
Vollbeschäftigung, aber ein sehr bescheidenes Lebensniveau. Dass es
Reichtum bringt, wenn alle arbeiten, lässt sich also bezweifeln.
> > dass man für seine Arbeit ordentlich bezahlt wird und
> > der Anteil am wirtschaftlichen Reichtum auch in der Lohntüte
> > repräsentiert wird. Daran hapert es derzeit aber gewaltig.
> eben! ist das nicht schizophren!? wundert dich das nicht? liegt da
> nicht irgendwo ein fehler im system?
Oder es liegt an der Politik. In Österreich z.B. ist in den letzten
30 Jahren die Lohnquote ordentlich gefallen - politische
Entscheidungen.
> sich in der schweiz die klobrillen vergolden
> lassen ;-) Zumindest nicht auf Staatskosten wie die Familie Ceausescu ;-))
So, und jetzt muss ich einkaufen gehen.
Grüße
Hubertus

Topics: Allgemein |

Comments

You must be logged in to post a comment.