politikSchluss noch zwei Fragen zum Nachdenken:
>
> 1. Wenn die USA so sehr an Demokratie interessiert sind, warum
> unterstütz(t)en und förder(ten) sie dann z.B. alle blutigen
> Diktaturen in Lateinamerika ausser Kuba, Venezuela, Chile libre,
> usw.?
Kann ich dir nicht sagen. Ich lege auch kein Wort für die
amerikanische Politik in Lateinamerika ein. Ich nehme aber zur
Kenntnis, dass die USA an unterschiedlichen Stellen dieser Welt
unterschiedlich auftreten. Ihr Wirken ist weder immer positiv noch
immer negativ zu beurteilen.
Zu Kuba solltest du meine Ansichten inzwischen kennen, ich bin kein
Schweinebucht-Enthusiast, im Gegenteil. Zu Venezuela kann ich mir
kein Urteil erlauben, ich finde die Situation dort nur verwirrend. Zu
Chile gibt’s nichts neues zu sagen, das Verbrechen an jenem 11.9. war
ein US-amerikanisches.
Das ist eben das eine. Das andere ist die Bedeutung, die die
US-amerikanische Politik und Gesellschaft für (West)Europa hatte.
Sehr fruchtbar, sehr positiv, wie ich finde. Die Aufforderung, doch
einmal die Augen aufzumachen kann ich diesbezüglich an dich zurück
geben, dort hast du deine ideologischen Barrieren.
> 2. Ist es richtig, dass die USA und GB seit dem ersten Golfkrieg von
> den irakischen Öllieferungen ausgeschlossen waren und es weiterhin
> wären, wenn Saddam Hussein weiterhin an der Macht bliebe und nicht
> irgend eine Marionette?
Moment, nach deinen Erläuterungen über die Abhängigkeit Saddams von
der CIA war der doch eine Marionette. Das glaubst du aber selber
nicht, hier beisst sich was in deiner Argumentationsführung.
USA und UK hatten keine Verträge. Wer hatte welche? Frankreich,
Russland, China. Wer hat welche Haltung zum Krieg? Aha.
Ich glaube aber in allen fünf Fällen nicht, dass die Ölfrage von
primärer, entscheidender Bedeutung war.
Na ja – Politik der Bilder
11
Apr