> Die Werbekunden sprechen dagegen. Privates Fernsehen funktioniert so:
> Zwischen den Werbungen wird ein quotenträchtiges Programm geschaltet.
> Sind die Quoten hoch, dann sind auch die Werbeeinnahmen hoch.
> Schröder, Koch, Stoiber wären ein totaler Quoten-Killer. Das wissen
> die Sender, und das wissen die Politiker. Siehe hierzu auch Thema
> Wahlbeteiligung ![]()
> Wenn ein Sender von Werbeeinnahmen leben muss, dann zeigt er lieber
> Titten, Autoverfolgungsjagdten, Freakshows und Dauerwerbesendungen,
> aber keine Politik oder Kultur.
Ich denke, das ist etwas übertrieben. Zum einen gibt es immer die
Möglichkeit, eine Nische zu besetzen, insbesondere wenn sie von allen
anderen ignoriert wird. Man kann das z.B. bei Websites sehen. Viele
Websites haben nicht unerhebliche Kosten und sind trotzdem nicht
voller Pornobilder und blinkender Banner und liefern hochwertige
Infos. Oder warum kaufen Leute andere Autos als einen Toyota Corolla
(oder wie auch immer gerade der Testsieger heißt)?
Zum anderen gibt es die Möglichkeit von Pay-TV. Das gibt Sendern die
Chance, hochwertige Information und anspruchsvolle Unterhaltung zu
bieten, ohne nach der Pfeife von Dritten tanzen zu müssen. Wenn der
Abonnent das Programm “kauft”, wird der Sender es dem Abonnenten
recht machen wollen und nicht nur dem Werbekunden.
Natürlich werden auch im Pay-TV die Pornos den größten Umsatz machen,
aber für einen guten Nachrichtensender müsste allemal Platz sein. Ich
wage sogar zu behaupten, für einen, der an die ARD herankommt für
weniger als die Hälfte der heutigen GEZ-Gebühren.
Archive for March, 2008
Re: Politik übers Fernsehen und Politik im Fernsehen – Sparpaket für Rundfunkanstalten darf Gru…
Re: Politik übers Fernsehen und Politik im Fernsehen – Sparpaket für Rundfunkanstalten darf Gru…
> Ich würde das sogar begrüßen, denn momentan haben wir einen
> Kreislauf. ARD kann mit seinem Budget ein seriöses Image aufbauen und
> damit hochkarätige Gäste anziehen, die wiederum den Sender
> attraktiver machen usw..
Ich begrüße es, wenn ich eine politische Diskussion ohne
Unterbrechung geniessen darf!
> würden hochkarätige Gäste lieber zu RTL gehen und würden zumindest
> die entsprechende Sendung aufwerten und RTL einen Geldsegen durch
> Quote verschaffen. Ich bin mir nicht sicher, inwieweit Niveau
> subventioniert werden muss und inwieweit das der Markt befriedigend
> regeln kann.
Sorry, IMO bringt der Pöbel die Quote und nicht die Qualität des
Programms. Wer einmal krank war und versucht hat, sich mit den
Privaten über den Tag zu bringen, der weiß wovon ich schreibe.
Ich sach’ nur “Vera am Mittag” oder “Blödmann am Nachmittag”. Mit
diesem Quoten-Schwachsinn werden Millionen Menschen in dumpfem Denken
gehalten und beginnen, es für das wahre Leben zu nehmen.
Nach 23 Uhr wird’s noch viel schlimmer und da kann man nur noch in’s
Heise Forum flüchten ![]()
Grüße
Moralische Politik statt
Warum haben wir momentan diesen “Medienkrieg” um die US-Politik? – Symbolische Politik und Rechtssprechung
> Kann dir bei dem meisten beipflichten, aber
>
> > Sie werden eines Tages über die Stränge schlagen ohne es zu merken.
>
> Das tun sie doch schon. Für mich hat sich der US-Staat in ein
> Unrechtsstaat verwandelt, der weltweit Gefangenenlager ohne rechtlich
> Grundlage betreibt. Was man eigentlich von Diktaturen kennt: die USA
> ist nicht mehr viel anders, nur subtiler und scheinheiliger, man
> betreibt diese Lager im Ausland und hält sie fern von
> us-amerikanischem Boden. Als ob das so viel Unterschied machte.
>
Was mich die Tage so wundert ist, dass kaum ein Tag vergeht, ohne
dass entweder ein Bericht über “US-Verbrechen” erscheint, oder auf
“verhinderte Terrorakte” hingewiesen wird.
Das nun auch SPON plötzlich wieder Nachrichten US-kritisch formuliert
ist ebenfalls auffällig. Vor ein paar Monaten war das noch anders.
Ok, die aktuelle Attacke der US-Regierung geht gegen die mit SPON
verbundene NY-Times, aber ich frage mich wirklich mittlerweile,
welche “Think-Tanks” sich hier bekriegen.
Weiß jemand Genaueres?
A.
Warum haben wir momentan diesen “Medienkrieg” um die US-Politik? – Symbolische Politik und Rechtssprechung
> Kann dir bei dem meisten beipflichten, aber
>
> > Sie werden eines Tages über die Stränge schlagen ohne es zu merken.
>
> Das tun sie doch schon. Für mich hat sich der US-Staat in ein
> Unrechtsstaat verwandelt, der weltweit Gefangenenlager ohne rechtlich
> Grundlage betreibt. Was man eigentlich von Diktaturen kennt: die USA
> ist nicht mehr viel anders, nur subtiler und scheinheiliger, man
> betreibt diese Lager im Ausland und hält sie fern von
> us-amerikanischem Boden. Als ob das so viel Unterschied machte.
>
Was mich die Tage so wundert ist, dass kaum ein Tag vergeht, ohne
dass entweder ein Bericht über “US-Verbrechen” erscheint, oder auf
“verhinderte Terrorakte” hingewiesen wird.
Das nun auch SPON plötzlich wieder Nachrichten US-kritisch formuliert
ist ebenfalls auffällig. Vor ein paar Monaten war das noch anders.
Ok, die aktuelle Attacke der US-Regierung geht gegen die mit SPON
verbundene NY-Times, aber ich frage mich wirklich mittlerweile,
welche “Think-Tanks” sich hier bekriegen.
Weiß jemand Genaueres?
A.
ja die Anderen – Politik-Pop vs. Pop-Politik
Die von dir so anschaulich geschilderten “Tussis” sind ebenso wie
ihre männlichen Gegenstücke nur Produkte der kapitalistischen
Gesellschaft.
Tut mir ja leid, dass ich da wie Marx klinge und das böse K- Wort
genommen habe um die Gesellschaftsform zu beschreiben, in der die
Welt derzeit umherdümpelt.
Also werd ich es für dich (mit deinem westdeutschen, christlich
fundamentalistischen Bildungsweg?
) in Biblischen Bildern
beschreiben.
Die Tussis
Die Politik dient dazu Feinde der Politik zu erkennen und sie strafen zu können. – Überwachungskameras sollen Geld verdiene…
auf http://tatenschutz.de gefunden:
http://tatenschutz.de/2006/03/07/ozeanien-beginnt-mit-england-2/
Oh Mann, manchmal fragt man sich, wie denn die Berichte über die
Entwicklung zum totalitären Staat noch getoppt werden können, und in
solchen Momenten überraschen einen (wie des öfteren) die Briten, die
schnurstracks sich zu einem Ozeanien entwickeln.
Ich zitiere mal heise.de:
Ein Verkehrsexperte der parlamentarischen Kommission für
Verkehrssicherheit in Großbritannien hat vorgeschlagen, die dort
installierten teueren KFZ-Überwachungskameras als Einnahmequelle zu
nutzen. Sie sollen Fotos von Fahrern anfertigen, die nicht
angeschnallt fahren oder beim Fahren telefonieren und dafür ein
Strafmandat bekommen können. Außerdem sollen sie stärker in die
Anti-Terrorfahndung integriert werden, berichtet die Londoner
Tageszeitung The Guardian.
Ach ja, das gute alte Buzzword, mit dem mal alles legitimieren kann
(nicht zu vergessen:
Scharons Politik – Die Politik der Behauptung
> Wenn juedische Institutionen sich vor Sharons Politik stellen, auch
> wenn dieser entsetzliche Taten begangen hat und begehen laesst und
> ihn die juedische Moral vergiften laesst, dann sinken diese zu seiner
> moralischen Geisel herab.
Ok, was ist denn eigentlich Scharons Politik?
Er versucht, die “Infrastruktur des Terrors”,
die einige Hundert israelische Zivilisten das Leben
gekostet hat, mit Gewalt zu zerschlagen.
Dabei sind, wie nicht anders von einem Krieg
zu erwarten, auch gegnerische Zivilisten umgekommen.
Es gibt keinen “Sachbeweis” (ausser Behauptungen)
dafür, dass es israelische Politik sei, gezielt
palästinensische Zivilisten zu töten.
In anderen Zusammenhängen wurde für solche Fälle der
zynische Begriff “Kollateralschaden” verwendet.
Und die wären wesentlich niedriger, wenn sich die
heldenhaften palästinensischen Kämpfer nicht
in Krankenwagen, Kirchen und Wohnhäusern
verschanzen würden.
Nicht dass ich glauben würde, dass man Terror
erfolgreich auf diese Weise bekämpfen könnte.
Es ist auch sachlich falsch, das jüdische Organisationen
Scharons Politik generell unterstützen. Sie wehren
sich bloss (zu recht) dagegen, dass man versucht,
Israel das Recht auf Verteidigung abzusprechen.
Wer dieses Recht im Grundsatz zugesteht, kann durchaus
Scharon und seine Massnahmen im Detail kritisieren.
Dann soll er aber auch sagen, wie eine Regierung sonst
ihre Bevölkerung gegen Terror schützen kann.
Und sei keiner so naiv zu glauben, der Terror würde
aufhören, wenn es einen einseitigen Abzug gibt.
> In der Darstellung der Geschichte des nahen Ostens wird nur der
> juedische Teil gewuerdigt, arabische Kulturbeitraege des Mittelalters
> werden verschwiegen,
Diese arabischen Kulturbeiträge, ohne die die Aufklärung
in Europa übrigens undenkbar gewesen wäre, haben zu erheblichen
Teilen
in Spanien stattgefunden.
Kritische Stimmen sagen übrigens zu diesen Beiträgen,
dass sie überwiegend bewahrenden, nicht kreativen Charakter hatten.
Ich vermag das nicht zu beurteilen, schliesslich ist die
Bewahrung einer Insel des Wissens in einem mehr der
Unwissenheit eine beachtliche Leistung.
Im Gegenteil, Juden wünschen sich, die arabische Welt würde
zu ihrer kulturellen Blüte des Hochmittelalters zurechtfinden.
Dann würde es nämlich viele Probleme nicht mehr geben.
Das mit dem Verschweigen ist wirklich nicht richtig.
> es werden nur Negativbeispiele im Zusammenleben
> dargestellt nicht Zeiten in denen man sich tolerierte (das waere ja
> auch nicht so spektakulaer).
Das jüdisch-arabische Zusammenleben hat speziell im
mittelalterlichen Spanien phasenweise ziemlich gut funktioniert.
Zum Tolerieren muss in diesem Zusammenhang angemerkt werden,
dass die Moslems phasenweise das Judentum toleriert haben.
Die Juden waren stets die klare Minderheit und daher nicht in
der Position, andere zu tolerieren.
> Eigentlich ergibt es sich aus dem Menschsein, Juden moegen dies als
> “Idee” zuerst niedergeschrieben haben.
Würde sich die Idee wirklich aus dem Menschsein ergeben,
wären Minderheiten und speziell Juden nicht so oft
(auch wegen der Verfechtung dieser Idee) verfolgt
und drangsaliert worden.
Die Welt sähe aber ganz anders aus.
Oder um es mal mit Dostojewski zu sagen:
Wenn es keinen G-tt gibt, dann ist alles erlaubt.
> Es gibt ja nicht nur geistig relevante Fuehrer, sondern auch
> bekloppte, die zu heiligen Kriegen gegen Unglaeubige aufrufen.
Im Judentum gibt es keine heiligen Kriege.
> Auf juedischer Seite ist das Gefuehl der Ueberlegenheit zumindest
> hinsichtlich der besetzten Gebiete aufgrund der Auserwaehltheit
Zum 100. Mal: Auserwähltheit bezieht sich auf die Verpflichtung,
die alttesamentarischen Gebote einzuhalten. Nix mit
Herrenmenschen oder sonstigen Sonderrechten.
Lasst doch endlich mal dieses ergraute Klischee weg.
Durch Wiederholung wird es nicht richtiger.
> gegeben, denn wie kann man sonst mit einer so unverfrorenen
> Selbstverstaendlichkeit ueber das von einem anderen Volk bewohnte
> Territorium verfuegen.
Das Territorium wurde 1967 erobert, um einen
Schutz gegen Angriffe aus dem Osten zu haben.
(Israel ist an der schmalsten Stelle 18 km breit.)
Nach dem Krieg hat Israel “Land gegen Frieden”
angeboten, die Arabische Liga hat das mit den
“Drei Neins von Khartoum” abgelehnt. Es ist ja
nicht so, dass man von vornherein so scharf
darauf war, die Westbank einzusacken.
Und nein, ich verteidige die Siedlungspolitik
nicht. Und ja, ich sehe, dass diese von
palästinensischer Seite als Stachel im Fleisch
empfunden wird, so dass es ein Recht auf
*legitime Formen* des Widerstands gibt.
Nicht auf Terror gegen Zivilisten.
Mit freundlichen Grüßen
Molodyez
Prioritäten – Politik-Pop vs. Pop-Politik
> Die, die auf den Leibern des Bodensatzes rumtrampeln und hoch hüpfen
> um möglichst weit Abstand von dem “Proll” unter seinen Füssen zu
> haben, dünken sich was besseres und wissen gar nicht, ob sie gerade
> die Nase über das Geschmeiß zu ihren Füssen rümpfen sollen, oder ob
> sie vor Neid platzen sollen, weil ein fetter Geldsack, der, weiter
> oben, weiter vorn, gerade an einem Stück goldenen Ohrenschmalz des
> Viehs Mammon erstickt.
> Wo stehst du?
Ach, so liebe ich das Frauenthema nicht. Ich meinte nur, dass die
Frauenverachtung im HipHop auch eine Männerverachtungsseite hat und
die wiederum von vielen als Emanzipation angesehen wird. Daher mein
“liegt im Auge des Betrachters”
Ich habe zwar meine Meinung zu vielen, aber d.h. nicht, dass ich die
Leute verachte oder beneide. Ich bin froh, dass ich nicht zu den
Promis zähle, die keinen Schritt mehr ohne Photograph tun koennen und
ich verachte niemanden dafuer, dass er die Gunst der Stunde nutzt um
ein großes Stueck vom Kuchen zu bekommen.
Ich denke nur, dass es Wichtigeres gibt und das wird sich dann
zeigen, wenn der Kuchen weg ist.
Schones Wochenende
Twister
Israels Politik von Muslimen beeinflusst ? – Europas Politik immer stärker von Muslim…
Es könnte sein, dass ich mich irre, aber ist nicht gerade Israels
Politik von Muslimen beeinflusst?
—
Vor einige Jahren hat Israel mit den Palästinensern einen Vertrag
ausgehandelt, in dem die Grenzen zwischen Israel und Palästina
definiert wurden ?
Ich frage dies, weil ich die Israelische Aufgeregtheit und die
immerwährende Unterstellung alles ist Antisemitisch was nicht
Pro-Israelisch ist, nicht nachvollziehen kann.
Israel hat einen zugegebenen Anspruch auf die unversehrtheit seiner
Bürger, und um dies zu erreichen können sie (fast) alles tun oder
lassen was sie dafür für Richtig erachten, solange sie es auf ihrem
Hoheitsgebiet tun und nicht gegen die Menschenrecht verstossen. Mal
ganz Abgesehen von allen Attentaten der Militärs und des Mossads,
haben Sie eine Mauer errichtet auf Gebieten Palästinas, auf den
Grundstücken von Palästinenser. Das diesmal der Internationale
Gerichtshof (endlich) mal Stellung bezieht und sagt:”So nicht mein
lieber Freund” halte ich für höchst beachtenswert, weil der IGH eben
Israels Schutzbedürfniss versteht und gleichzeitig ein Palästina als
solches akzeptiert.
Wenn Israel nun im Gegenzug den IGH als antisemitisch bezeichnet
und/oder die Juden Frankreichs “heim ins Reich” bestellt, ist das
mehr als kindisch – bei allem Verständniss für die
jüdische/israelische Situation
mfg
Leevande