politik!
> Gold muß auch erstmal ‘gefunden’ werden.
Das wollte ich damit nicht sagen, sondern: Eine Vermehrung von
irgendwas kann nur auf zwei Wegen stattfinden:
a) Wertschöpfung (Veredelung, Produktion, etc.)
b) Wegnehmen / Stehlen
I.a. findet man “Werte” nicht einfach so, sondern erarbeitet sie sich
oder klaut sie jemandem. Z.B. der Erde (Ressourcenausbeutung), oder
man bürdet umgekehrt Kosten anderen auf, die man selber tragen müßte
(Umweltverschmutzung etc.).
> > Bei einer “richtigen” Bank wäre sie jedoch sicher.
> > Er hätte dann wirklich 2 Muscheln.
Ich muß hinzufügen: Die Muschel an sich wurde natürlich nicht
vermehrt, es ist immer noch eine. Der Y hat nun eine FORDERUNG an die
Bank, er besitzt jedoch keine 2 Muscheln (Bargeld), spielt jedoch
hier keine Rolle. Nach wie vor ist nur eine Muschel im Umlauf, und es
kann in deiner kleinen Welt auch nur diese eine Muschel ausgegeben
werden.
Daran ändert auch der Buchwert des Gesamtguthabens von Y nichts.
Und nun die andere Seite der doppelten Buchführung: Wenn das eine
Konto was bekommt, dann muß das andere was abgeben. Es entsteht
gleichzeitig mit der Forderung eine Verbindlichkeit des Langhaarigen.
Diese muß er irgendwann mal begleichen gegenüber der Bank. Er kann
nicht unbegrenzt href=”http://einblog.blogsport.de/2008/02/24/man-geht-doch-nie-so-ganz/”>Kredite bekommen, auch dann nicht, wenn theoretisch
unbegrenzt neue Einlagen des (dann ziemlich dummen) Y hereinkämen.
Denn: Dann müßte der Y ständig für “Nachschub” gegenüber X
garantieren. In dem Moment, wo er das nicht mehr täte (z.B. weil er
einen Unfall hat und nicht mehr Haare schneiden kann), könnte die
Bank X nichts mehr verleihen. Der Buchwert der bisherigen Einlagen
könnte ebenfalls nicht ausgezahlt werden, und das System wäre am
Ende.
>
> Wann warst Du das letzte Mal bei Deiner ‘richtigen’ Bank und hast Dir
> Deine Muscheln … äh, Dein Geld in bar zeigen lassen? Wieviele Leute
> waren auch zu diesem Zweck in der Bank?
Das spielt keine Rolle. Forderung und Verbindlichkeit sind nach wie
vor in der Waage, und die GELDMENGE (Anzahl Muscheln) ist die selbe
wie zuvor.
> Na und? Auch die Haare anderer Mittelloser wachsen.
Stop! Gerade erweiterst du deine “kleine Welt”.
Ich dache mir das schon, da eben deine kleine Welt so nicht
funktioniert.
> Z legt seine Muscheln nicht bei Langhaarigen an, die sind ihm zu
> ungepflegt und erscheinen ihm deswegen nicht seriös.
Na, das scheint wohl das argumentative Level der ganzen kleinen Welt
zu sein…
> Doch, das ist genau sein Lebensplan; deswegen ist er Frisör geworden,
> etwas anderes kann er gar nicht.
Dann bringt er also KEINE EINZIGE Muschel in Umlauf? Gibt’s ja gar
nicht, so was. ![]()
> Wozu auch? Es gibt doch den muschellosen Zahlungsverkehr: Wenn er
> eine Schere schleifen läßt, überweist er dafür einfach eine Muschel
> auf das Konto des Scherenschleifers bei der X-Bank.
Ja, siehst du, das Beispiel erklärt nichts.
Kein Cent wurde hier vermehrt, lediglich die Bilanzsumme erhöht.
Also.
Aha :-) – Pisa-Politik
27
Mar