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Re: Freie Marktwirtschaft, aber nicht in der Politik – Special: Politik (Archiv 6)

22 Feb

> Nur als Ganzes und in großen Verbünden haben sie eine Chance,
> zumindst ansatzweise so etwas wie “soziale Gerechtigkeit” zu
> erzwingen.
“Big is beautyful” ist ein Leitsatz, den die Wirtschaft schon längst
mehrfach widerlegt hat – oftmals zum Schaden derjenigen, die wie z.B.
der Herr Schrempp daran geglaubt haben.
Die Kunst liegt darin, die richtige Größe zu finden. Ist man zu
klein, kann man zu wenig bewirken. Ist man zu groß, beschäftigt man
sich zu sehr mit den eigenen Problemen und verliert v.a. den Kontakt
zur Basis. Genau das ist Leuten wie Sommer oder Bsirske längst
passiert.
> Und dann bekommen halt die Lokführer 7000 Euro und die
> Fahrkartenknipser laufen nach Dienstschluß zum Amt,
Wenn so etwas tatsächlich vorkommen sollte, kann man immer noch im
Einzelfall darauf reagieren. Der andere Fall, dass ein Berufszweig
von den Funktionären untergebuttert wird, ist da sehr viel konkreter.
> Problematisch werden diese großen Strukturen aber, wenn sie sich
> hauptsächlich mit sich selbst beschäftigen und das Hauptaugenmerk der
> Organisation selbst gilt,
Das beschreibt den Zustand der deutschen Gewerkschaften ziemlich
genau.
> UND wenn – was allerdings den
> Gewerkschaften von Anfang an innewohnte – sie eher die Interessen der
> “Arbeitgeber” im Auge haben,
Eine Gewerkschaft, die sich wirklich um das Wohl ihrer Mitglieder
sorgt, muss am Erhalt von Arbeitsplätzen und damit am Wohl des
Unternehmens interessiert sein. Diese Abwägung von Interessen ist
allerdings
nicht immer einfach.
cu

 
 

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