> Und dann noch rund 3 Mio Wähler, die alle 5 stellige Beträge mit der
> Telekom verloren haben.
Weil sie die Börse nicht kapieren: man soll kaufen, wenn der Kurs
niedrig ist, und verkaufen, wenn der Kurs hoch ist. Wenn die meinen,
dass ein Papier, das ständig gestiegen ist, immer weiter steigt, dann
ist das nunmal ein Trugschluss. Ich denke, dass derjenige, der jetzt
T-Aktien kauft, durchaus seinen Spaß damit haben wird. Als
halbstaatliches Unternehmen wird die sicherlich nicht untergehen und
der Kurs ist sicherlich steigerungsfähig.
> Nun wird Window Dressing gemacht. Sommer raus, psychologischer
> Effekt: Die Kurse steigen.
Was meinst du wohl was passiert, wenn Herr Stoiber die Wahl gewinnt.
Dann steigen die Kurse auch mal eben kurz wieder an – würde ich
wetten. Und das nur aufgrund von Prognosen wobei klar ist, dass
Stoiber nicht einmal halb so viel Handlungsfreiheit besitzt wie er
Glauben machen will. Stoibers Politik besteht zunächst einmal aus
staatlichen Ausgaben und Neuverschuldung, wenn man sie ernst nehmen
will. Natürlich kann man dem Bürger damit ein paar Geschenke machen,
aber man sollte bloß nicht jammern, wenn der Staat dann mal Pleite
ist.
> Aber Schröder ist ja hauptsächlich am Verbleib im Kanzleramt gelegen.
> Und da spielt der Nachfolger eh keine große Rolle. Hauptsache, Sommer
> geht, und die Kurse steigen kurz vor dem Wahlgang. Jetzt ist Timing
> angesagt, nichts anderes.
Das läuft immer so, da hast du recht. Es ist nunmal so, dass hier
Handlungsfähigkeit gefragt ist. Nimm beispielsweise die Union beim
Asylrecht. Der Regierung ist es gelungen deren liebsten
Koalitionspartner und sogar eigene Parteimitglieder (u.a. Süßmuth,
von Weizsäcker) auf ihre Seite zu ziehen. Weil es aber keinen Erfolg
für die Regierung geben darf, kontert man mit rechten Sprüchen und
dem Gang vors Verfassungsgericht. Und letztlich muss man auch sagen:
das Volk will beschissen werden, also machen sie es auch.
MfG,
Cujo
Re: Politik, nichts als Politik – Sommer-Wahlkampftheater um den Telekom-C…
25
Jan