>
> > Ich kann doch mein altes Auto länger behalten, und das Geld für z.B.
> > Computer ausgeben. Ich sehe keinen Grund, den Vergleich auf die
> > Verkehrsträger zu beschränken.
> >
>
> Gut, soweit klar.
> Beide Anschaffungen werden mit jeweils 19% Mehrwertsteuer belastet.
> Beide Anschaffungen ziehen Folgekosten nach sich, wie etwa für Strom
> oder Kraftstoff. Auch diese werden besteuert.
> Aber nur beim Auto darfst Du, allein dafür, das Du eines besitzt
> KFZ-Steuer zahlen.
Na und? Computer brauchen ja auch keine Autobahnen.
> Eine Reduzierung der KFZ-Steuer würde diese Ungleichbehandlung doch
> verringern,
Nein, sie würde sie verschlimmern, weil dann der Computerkäufer
stärker an der Finanzierung der Autoinfrastruktur beteiligt würde.
Archive for January, 2008
Re: Der Markt regelt das und die Politik soll sich raushalten! – Special: Politik
Verbindung Drogen-Mafia <-> Politik? – Geheimdienst-Politik unter Drogeneinflus…
Manchmal habe ich den Eindruck, daß unsere lobbygesteuerten
Volksvertreter in aller Welt auch die Interessen der Drogen-Mafia
vertreten.
Ganz abwegig ist das nicht:
Eine Legalisierung von Drogen würde zum Preisverfall und zur
Austrocknung des Schwarzmarkts führen. Das kann nicht im Interesse
der Mafia-Bosse liegen. Es ist also zu vermuten, daß diese mit
Schmiergeld, Erpressung etc. versuchen die Politik zu beeinflussen,
damit die Prohibition möglichst lang erhalten bleibt.
Der Drogenhandel ist ein Milliardengeschäft und die damit
erwirtschafteten Gewinne werden häufig in legale Unternehmen
investiert. Mafiöse Strukturen haben so inzwischen weite Teile der
Weltwirtschaft durchdrungen. Entsprechend groß ist damit auch ihr
politischer Einfluß.
Es ist also damit zu rechnen, daß die Prohibition von Drogen noch
lange erhalten bleibt und die Liste der verbotenen Stoffe sogar noch
erweitert wird, um der neoliberalen Mafia-Lobby zusätzliche Märkte
wie beispielsweise Nikotin und Alkohol zu überlassen.
Wenn Politiker besonders lautstark für die Prohibition eintreten,
sollte man sich deshalb immer fragen, wer sie dafür bezahlt.
Mfg BasisDemokrat
Re: Freie Marktwirtschaft, aber nicht in der Politik – Special: Politik (Archiv 6)
> Nur als Ganzes und in großen Verbünden haben sie eine Chance,
> zumindst ansatzweise so etwas wie “soziale Gerechtigkeit” zu
> erzwingen.
“Big is beautyful” ist ein Leitsatz, den die Wirtschaft schon längst
mehrfach widerlegt hat – oftmals zum Schaden derjenigen, die wie z.B.
der Herr Schrempp daran geglaubt haben.
Die Kunst liegt darin, die richtige Größe zu finden. Ist man zu
klein, kann man zu wenig bewirken. Ist man zu groß, beschäftigt man
sich zu sehr mit den eigenen Problemen und verliert v.a. den Kontakt
zur Basis. Genau das ist Leuten wie Sommer oder Bsirske längst
passiert.
> Und dann bekommen halt die Lokführer 7000 Euro und die
> Fahrkartenknipser laufen nach Dienstschluß zum Amt,
Wenn so etwas tatsächlich vorkommen sollte, kann man immer noch im
Einzelfall darauf reagieren. Der andere Fall, dass ein Berufszweig
von den Funktionären untergebuttert wird, ist da sehr viel konkreter.
> Problematisch werden diese großen Strukturen aber, wenn sie sich
> hauptsächlich mit sich selbst beschäftigen und das Hauptaugenmerk der
> Organisation selbst gilt,
Das beschreibt den Zustand der deutschen Gewerkschaften ziemlich
genau.
> UND wenn – was allerdings den
> Gewerkschaften von Anfang an innewohnte – sie eher die Interessen der
> “Arbeitgeber” im Auge haben,
Eine Gewerkschaft, die sich wirklich um das Wohl ihrer Mitglieder
sorgt, muss am Erhalt von Arbeitsplätzen und damit am Wohl des
Unternehmens interessiert sein. Diese Abwägung von Interessen ist
allerdings nicht immer einfach.
cu
Re: Der Markt regelt das und die Politik soll sich raushalten! – Special: Politik
Hallo,
> > Und solange das so ist, ist die alleinige Abwälzung der
> > Umweltschutzverantwortung auf die Automobilindustrie nichts anderes
> > als das Eingeständnis das einem selbst die Natur SCHEISSEGAL ist.
>
> Wo wird denn durch Steuern auf umweltschädliches Verhalten eine
> Verantwortung auf die Industrie abgewälzt?
Ich sprach nicht von Steuern.
Ich sprach von der moralischen Verantwortung die hier im Forum gerne
immer wieder an die Industrie abgewälzt wird.
> Die Verantwortung landet
> beim Kunden, und der kann durch sinnvolle Maßnahmen – zum Beispiel
> indem er das öfter mal KFZ stehen läßt oder sich eins kauft, dessen
> Verbrauchswerte günstiger sind – verhindern, daß sein Geld beim Staat
> landet. Es scheint als funktioniere dieser Regelungsmechanismus
> halbwegs, jedenfalls scheint die Industrie langsam ein Absatzproblem
> bei üblen Spritverschwendern zu entdecken und schreit nach der
> Politik.
Haben Sie diesen Eindruck wirklich?
Im November 2007 waren von 283000 Neuzulassungen ganze 300 Toyota
Prius.
Wo funktioniert da was über die Nachfrage?
> > Die Anderen sind schuld…
>
> … sagt der Manager von GM. Die, die durch verbrauchsabhängige
> Steuern zu weniger umweltschädlichem Verhalten animieren wollen, sind
> schuld, daß er seine üblen Spritschleudern nicht mehr los wird. Nicht
> er selbst, weil er schlicht und ergreifend verpennt hat,
> verbrauchsärmere KFZ zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.
Das ist ja das paradoxe, verbrauchsarme PKW verkaufen sich ja
immernoch richtig schlecht.
Sie machen sich was vor.
Deshalb greift die Politik ja nun ein.
Das ist ein Armutszeugnis für den Verbraucher.
Re: Der Markt regelt das und die Politik soll sich raushalten! – Special: Politik
>
> > So klein und schon so eine große Klappe!
> >
> > Hier, gegen deine Amnesie:
> >
> >
> > http://www.heise.de/extras/foren/go.shtml?read=1
Was für Idioten gibts hier nur (*seufz*) – Politik-Pop vs. Pop-Politik
Und was bitteschön ist nun das gute daran? Etwa, dass diese
goldkettchenschwingenden Pseudo-Proleten von den Medien gehypt
werden, wo immer es grade geht? Oder ist das cool, dass unsere Kids
mittlerweile kaum noch andere Gesprächsthemen wie “Hey,guckst du
misch an?”, “Willst du eine auf Fresse?” und “Mein Handy ist ja soooo
krass” haben?
Oder ist es cool, dass mittlerweile 10-jährige “bitchig” rumlaufen,
wobei sich hier ausschließlich die Pedofilen freuen dürften.
Oder ist es cool, dass ein paar hochgestochene Pseudo-Gettos, die
kaum genug Hirn zum Reden haben, zum Persönlichkeitsprofil unserer
Kinder werden?
(Inklusive der großen Lehren: Rumgammeln ist viel cooler als Schule,
Schlagen statt Worte, behandel Frauen wie Dreck und sie gehn nicht
mehr weg)
Und mit einem “immer noch besser als…” stellst du dich nur als das
dar, was du wohl darstellen willst…. ein kleines Würstchen ohne
Argumente oder auch nur dem Versuch sich welche einfallen zu lassen,
dass sich grad ans Bein gepinkelt fühlt.
Aber gut, ich hab schon öfters versucht, mit solchen Leuten zu
reden… Sobald sie merken, was für einen Käse sie vor sich
hinbrabbeln, wird wieder auf Eisklotz geschaltet und weiterproletet,
als obs kein Morgen geben würde. Und wenn sie damit nicht kommen,
kommen halt die üblichen Gewalt-Drohungen.
MFG
C>
Re: Der Markt regelt das und die Politik soll sich raushalten! – Special: Politik
Hallo,
> > Warum geht die Natur vor die Hunde?
> > Wegen der Automobilindustrie?
> > Haben Sie schonmal eine Pistole an den Kopf gesetzt bekommen von
> > ihrem Fahrzeughersteller mit der Aufforderung “Du fährst diese
> > überflüssige Kurzstrecke jetzt mit dem Auto”?
> > Ich jedenfalls nicht.
>
> Kann ich mit einer Waffe die Autoindustrie dazu zwingen sparsamere
> Autos anzubieten um meiner Verantwortung gerecht zu werden?
Eine entsprechende Nachfrage würde reichen.
Aber die gibt es leider nicht.
Der Durchschnittsbürger klatscht bei der CO2 Steuer, gibt sein Gehirn
aber bei Betreten des Autohauses ab.
Klimaanlage, möglichst grosse Motorisierung.
Wie wenig wichtig Ökologie den Kunden ist weiss die
Automobilindustrie doch genau.
Vollkommen unwichtig.
> Vllt durch weniger Autokäufe ![]()
> Ausserdem gibt es die Umweltpolitik der Regierung,
> der sogenannten Volksvertreter.
Ja, Moralpolitik.
Eigentlich könnten die auch gleich sagen, “Tut uns leid, die
Bevölkerung ist völlig bescheuert, daher müsst ihr jetzt den
Moralapostel spielen”.
Re: Politik, nichts als Politik – Sommer-Wahlkampftheater um den Telekom-C…
> Und dann noch rund 3 Mio Wähler, die alle 5 stellige Beträge mit der
> Telekom verloren haben.
Weil sie die Börse nicht kapieren: man soll kaufen, wenn der Kurs
niedrig ist, und verkaufen, wenn der Kurs hoch ist. Wenn die meinen,
dass ein Papier, das ständig gestiegen ist, immer weiter steigt, dann
ist das nunmal ein Trugschluss. Ich denke, dass derjenige, der jetzt
T-Aktien kauft, durchaus seinen Spaß damit haben wird. Als
halbstaatliches Unternehmen wird die sicherlich nicht untergehen und
der Kurs ist sicherlich steigerungsfähig.
> Nun wird Window Dressing gemacht. Sommer raus, psychologischer
> Effekt: Die Kurse steigen.
Was meinst du wohl was passiert, wenn Herr Stoiber die Wahl gewinnt.
Dann steigen die Kurse auch mal eben kurz wieder an – würde ich
wetten. Und das nur aufgrund von Prognosen wobei klar ist, dass
Stoiber nicht einmal halb so viel Handlungsfreiheit besitzt wie er
Glauben machen will. Stoibers Politik besteht zunächst einmal aus
staatlichen Ausgaben und Neuverschuldung, wenn man sie ernst nehmen
will. Natürlich kann man dem Bürger damit ein paar Geschenke machen,
aber man sollte bloß nicht jammern, wenn der Staat dann mal Pleite
ist.
> Aber Schröder ist ja hauptsächlich am Verbleib im Kanzleramt gelegen.
> Und da spielt der Nachfolger eh keine große Rolle. Hauptsache, Sommer
> geht, und die Kurse steigen kurz vor dem Wahlgang. Jetzt ist Timing
> angesagt, nichts anderes.
Das läuft immer so, da hast du recht. Es ist nunmal so, dass hier
Handlungsfähigkeit gefragt ist. Nimm beispielsweise die Union beim
Asylrecht. Der Regierung ist es gelungen deren liebsten
Koalitionspartner und sogar eigene Parteimitglieder (u.a. Süßmuth,
von Weizsäcker) auf ihre Seite zu ziehen. Weil es aber keinen Erfolg
für die Regierung geben darf, kontert man mit rechten Sprüchen und
dem Gang vors Verfassungsgericht. Und letztlich muss man auch sagen:
das Volk will beschissen werden, also machen sie es auch.
MfG,
Cujo
Re: Politik, nichts als Politik – Sommer-Wahlkampftheater um den Telekom-C…
Das habe ich hier im Forum auch schon reichlich gemacht. So hatte ich
mal exakt die Fehler von Don Kohlione aufgezeigt, als er nur seiner
Wie href=”http://www.klaus-schweinsberg.de/capital-editorials/2007/zu-viel-seriositaet-schadet-der-politik/”>derwahl willen die Interessen ganz Deutschlands regelrecht
geopfert hatte.
Ich hatte seinerzeit exakt vorgerechnet, dass Währungsumstellung plus
Treuhandanstalt plus Gruppenegoismen der westdeutschen Industrie
derart viel Geld gekostet hat, dass Deutschland nun wirklich kurz vor
dem Staatsbankrott steht, weil man dank Währungsunion und Euro
keinerlei Zugriff mehr auf Zinshöhe und Währungsrelation mehr hat.
Soll heißen: Man kann kein Geld mehr drucken (ungedeckte
Kreditaufnahme) und kann auch keine Sozialversicherungen mehr
artfremd belasten.
Diese Hinterlassenschaft von Kohl sollte mit Gefängnis nicht unter 5
fach lebenslänglich mit anschließender Sicherheitsverwahrung wegen
der Gefahr der Wiederholungstat bestraft werden.
Statt dessen läuft der Mann frei rum und hält wieder Wahlreden.
Ein Grund, warum ich hier in den Emiraten erst gar keinen Wahlschein
beantragt habe, denn mein mathematischer Verstand sagt mir, dass man
nunmehr nur eine große Partei wählen kann, damit nicht schon wieder
eine Koalitionsregierung zustande kommt. Kompromisse auf dem
kleinsten gemeinsamen Nenner seit mehr als 25 Jahren haben
Deutschland genau dahin geführt, wo Deutschland heute steht.
Da aber die SPD nur in Zeiten gewählt werden darf, wo man soziale
Experimente auch bezahlen kann, die CDU für mich aber solange nicht
wählbar ist, wie es dort ein Mitglied Kohl gibt, wird halt eben nicht
gewählt.
Nur lebe ich ja auch nicht in Deutschland und kann gut rumposten.
Würde ich in Deutschland leben, hätte ich tatsächlich eine eigene
Partei versucht zu gründen. MPD Mittelstandspartei Deutschlands.
Damit mal wieder etwas Sachverstand in die Politik kommt. Aber nach
spätestens fünf Jahren wäre eine solche Partei auch korrumpiert. Ist
halt eben imanent in Deutschland.
G.-J.